GERLIBACH-UNGLÜCK: Fall ist blockiert, bis das Gutachten da ist

Rechtspsychologische Gutachten brauchen viel Zeit. Das zeigt sich beim Gerlibach-Unglück. Der Abschluss der Untersuchung kann sich dadurch verzögern.

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Die Stelle, wo die Kinder am Gerlibach ums Leben kamen.(EQ)

Die Stelle, wo die Kinder am Gerlibach ums Leben kamen.(EQ)

Im Fall um die verunglückten Kinder am Gerlibach vom Juli läuft eine Untersuchung gegen eine 46-jährige Nidwaldner Mutter. Die Untersuchung kann vorderhand nicht abgeschlossen werden. Ein rechtspsychologisches Gutachten, welches die Schuldfähigkeit der Frau prüft, ist noch ausstehend. Der Nidwaldner Verhörrichter Alexandre Vonwil sagt dazu: «Wir hoffen, dass das Gutachten bis Ende Jahr vorliegt.»

Lange Wartezeit
Falls dies geschieht, hätte der entsprechende Gutachter vergleichsweise schnell gearbeitet. «Es kann vorkommen, dass man bis zu einem Jahr auf ein Gutachten wartet», so Vonwil. Hans-Werner Reinfried ist Fachpsychologe für Rechtspsychologie und Leiter des Rechtspsychologischen Institutes in Uster. Er bestätigt diese Aussagen. «Wir versuchen ein Gutachten innert drei Monaten zu erledigen.» Er fügt an, dass ein Gutachten nicht zwangsläufig zu einem klaren Resultat führt. In einem solchen Fall müsse letztlich der Richter entscheiden, ob jemand schuldfähig sei oder nicht.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».