Geschlossene Skigebiete in Nid- und Obwalden wegen «Sabine»

Es kam zu vergleichsweise wenigen Schäden wegen des Sturms. 

Martin Uebelhart
Drucken
Teilen
Der Sturm Sabine zieht mit seinen Windböen über den Alpnachersee ans Ufer von Stansstad.

Der Sturm Sabine zieht mit seinen Windböen über den Alpnachersee ans Ufer von Stansstad.

Bild: Urs Flüeler/Keystone (10. Februar 2020)

Bis am Montagabend kamen Obwalden und Nidwalden bei den Auswirkungen des Sturms «Sabine» vergleichsweise glimpflich davon. Die Obwaldner Polizei registrierte einige wenige Meldungen und hat laut einem Sprecher in Alpnach Dorf und Engelberg die Unterhaltsdienste aufgeboten, um etwa herabhängende Äste zu entfernen. Die Oberwilerstrasse zwischen Wilen und Giswil wurde durch einen Baum blockiert. Dieser wird frühestens heute Dienstag weggeräumt.

Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Nidwalden nahm einige Anrufe zum Sturm entgegen. Laut einer Mitteilung handelte es sich bei den Meldungen um umgestürzte Bäume, Beschädigungen an Hausdächern sowie Gegenstände, welche durch den Sturm weggefegt wurden. Im Einsatz waren die Feuerwehren von Buochs/Ennetbürgen sowie Beckenried.

Stromausfall in Lungern und bei der Zentralbahn

Im Versorgungsbereich des Elektrizitätswerks Obwalden (EWO) kam es in Lungern um die Mittagszeit herum zu einem Stromausfall. Der starke Sturm hatte laut der Website des EWO eine 16 Kilovolt-Freileitung zwischen Lungern und dem Brünigpass beschädigt. «Bis wir den Schaden gefunden hatten, war das ganze Dorf Lungern für 43 Minuten stromlos», sagt Daniel Zberg, Leiter des Geschäftsfelds Netz, auf Anfrage. Im Gebiet Chäppäli oberhalb von Lungern und Richtung Brünigpass seien 24 Strombezüger noch ohne Strom gewesen, bis die EWO-Monteure die Leitung am späteren Nachmittag wieder instandgesetzt hatten. Beim Elektrizitätswerk Nidwalden wurden bis am späten Nachmittag keine Unterbrüche verzeichnet, wie es hiess.

Die Zentralbahn hatte am Montagmorgen mit einer Baustellenabdeckung auf der Schiene in Hergiswil Matt zu kämpfen. Am Nachmittag fiel wegen eines Kurzschlusses zwischen Hergiswil und Engelberg der Strom aus. Das Problem habe laut Mediensprecher Thomas Keiser innert zehn Minuten behoben werden können.

Grössere Auswirkungen hatte der Sturm hingegen auf die Skigebiete. Im Titlis-Gebiet waren laut der Website alle Anlagen von Trübsee bis Titlis geschlossen, ebenso wie die Pisten. Mindestens bis am Dienstagmittag bleiben auch alle Anlagen auf Melchsee-Frutt sowie die Pisten und die Talabfahrt geschlossen. Komplett eingestellt war der Wintersportbetrieb auch im Gebiet Klewenalp/Stockhütte sowie auf der Mörlialp.

Stromausfälle in Uri und Schwyz

(rem) Ein Stromunterbruch legte den Kanton Uri und weite Teile des inneren Kantonsteils von Schwyz gestern um die Mittagszeit während über einer Stunde lahm. Betroffen waren 67000 Kunden, wie es bei den Elektrizitätswerken auf Anfrage hiess. Grund war der Ausfall der Höchstspannungsleitung im Urner Reusstal. Bei der Luzerner Polizei gingen gestern rund 100 Schadensmeldungen ein. Insgesamt standen 31 Feuerwehren im Einsatz, hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume. Zahlreiche Strassen waren gesperrt. In Rickenbach wurde ein Mann verletzt, als er von einem Tor eines Lagercontainers getroffen wurde, das vom Wind zugeweht wurde. Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees entschied bereits am Morgen, den Betrieb auf dem gesamten Vierwaldstättersee einzustellen.