GESELLSCHAFTSFRAGEN: Ob- und Nidwalden verstärken Präventionsarbeit

Die Kantone Ob- und Nidwalden wollen ihre Präventionsarbeit verstärken und bürgernah ausgestalten. Hierfür wird in beiden Kantonen je eine eigene Fachstelle für Gesellschaftsfragen eingerichtet.

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Jugendliche Nidwaldner randalieren alkoholisiert. Gestellte Szene. (Themenbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Jugendliche Nidwaldner randalieren alkoholisiert. Gestellte Szene. (Themenbild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Prävention sei ein Mittel, mit dem gesellschaftlichen Entwicklungen wie etwa Jugendgewalt oder Vandalismus, dem Unbehagen gegenüber Fremden, häuslicher Gewalt oder der hohe Scheidungsrate entgegen gewirkt werden könne, schreiben die beiden Kantone in einer Mitteilung. Bund und Kantone würden daher seit langem präventive Angebote initiieren und fördern. 

Die verschiedenen präventiven Aufgaben, die in den Kantonen im gesellschaftspolitischen Bereich wahrgenommen werden, sollen nun in Ob- wie auch in Nidwalden unter einem Dach zusammengefasst werden. Beide Kantone wollen hierfür je eine Fachstelle für Gesellschaftsfragen einrichten. 

Eine gemeinsame Fachstelle Obwalden/Nidwalden wurde geprüft, angesichts der unterschiedlichen Strukturen der beiden Kantone im Sozialbereich jedoch wieder verworfen. Es sei festgestellt worden, dass die Bündelung der verschiedenen Fachbereiche vor Ort, in Sarnen und in Stans, die beste Lösung sei. 

Die von Ob- und Nidwalden bisher gemeinsam geführten Fachstellen für Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gleichstellung von Frau und Mann in Sarnen werden auf Ende 2010 aufgelöst. Bei der Umsetzung von einzelnen Projekten werden die beiden Fachstellen soweit möglich eine enge Zusammenarbeit pflegen. 

kst