GESETZESREVISION: Nidwalden will steuerlich attraktiver werden

Die Nidwaldner Regierung will mit der Teilrevision des Steuergesetzes Familien mit Kindern entlasten – und will zu den steuergünstigsten Kantonen der Schweiz zählen.

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Die Urner zahlen weniger Steuern. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Urner zahlen weniger Steuern. (Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Mit der Steuergesetzrevision 2011 will der Kanton Nidwalden seine Position in der Gruppe der steuerattraktivsten Standorte stärken. Wie die Staatskanzlei Nidwalden mitteilt, verfolgt die Steuerstrategie das Ziel, die Rahmenbedingungen für natürliche und juristische Personen zu erhalten und auszubauen. Die Steuergesetzrevision wird dem Landrat im Frühling 2010 vorgelegt, die Inkraftsetzung ist für den 1. Januar 2011 geplant. 

Die Steuergesetzrevision 2011 strebt laut Mitteilung eine Entlastung der Familien mit Kindern an: Neu soll ein Eigenbetreuungsabzug von 3000 Franken pro Kind eingeführt werden, welcher zu einer steuerlichen Entlastung von rund 450 Franken pro Kind führt.

Zu steuergünstigsten Kantonen aufschliessen
Mit der Steuergesetzrevision 2011 ist zudem laut Staatskanzlei eine Senkung der festen Gewinnsteuersätze von 9 Prozent auf 6 Prozent vorgesehen. Damit zieht Nidwalden schweizweit mit den steuergünstigsten Kantonen gleich. Der Regierungsrat schlägt vor, die feste Kapitalsteuer für alle juristischen Personen auf 0,1 Promille zu reduzieren, was einer Abschaffung der Kapitalsteuer gleichkommt.

Der Regierungsrat möchte den Maximalsteuersatz von 3 auf 2,75 Prozent reduzieren und sich damit an die steuergünstigsten Schweizer Standorte anpassen. Gemäss dem vorgeschriebenen Progressionsverlauf soll der neue Maximalsteuersatz bereits ab einem steuerbaren Einkommen von 155'800 Franken zur Anwendung gelangen. Damit biete der Kanton Nidwalden laut Mitteilung eine «echte, wirkungsvolle Alternative» zur «Flat Rate Tax».

Erbschaftssteuer bei Unternehmensnachfolge abschaffen
Weiter sei zur Stärkung der Kaufkraft ein vorzeitiger Ausgleich der kalten Progression geplant, heisst es. Gleichzeitig soll ab 1. Januar 2011 die kalte Progression bei einer Erhöhung des Landesindexes der Konsumentenpreise um 5 Prozent (bisher 10 Prozent) automatisch  ausgeglichen werden, jedoch mindestens alle 3 Jahre.

Bei Unternehmensnachfolge soll die Erbschafts- und Schenkungssteuer aufgehoben werden. Damit verbunden sollen auch Zuwendungen und Einbringungen in Unternehmensstiftungen von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit werden.

2011 bis 2013 Ausgleichszahlungen an Gemeinden
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen erwartet der Nidwaldner Regierungsrat, dass die geplanten Mindereinnahmen durch Mehrerträge und Einsatz von Eigenkapital kompensiert werden können, heisst es in der Mitteilung. Auf zusätzliche Aufwand-Entlastungsprogramme soll daher verzichtet werden.

Zur Abfederung der Ausfälle in den Gemeinden sind für die Jahre 2011-2013 Ausgleichszahlungen durch den Kanton vorgesehen.

ana