Glanzvoller Start für Marco I. in Ennetbürgen

Der neue Zunftmeister machte am Samstag einen Rollenwechsel. Genau das macht er an der Inthronisation auch zum Motto für die Fasnacht 2019.

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Vorne in der Mitte das Zunftmeisterpaar Vera und Marco I. Argon. Sie werden umrahmt von den beiden Ehrendamen und dem Narren. Hinten der Zunftrat. (Bild: PD)

Vorne in der Mitte das Zunftmeisterpaar Vera und Marco I. Argon. Sie werden umrahmt von den beiden Ehrendamen und dem Narren. Hinten der Zunftrat. (Bild: PD)

Wehmütig haben Hans und Evi Meier die Zunftmeisterbühne in Ennetbürgen mit grossem Dank für die letzten zwei Jahre und tosendem Applaus verlassen. Umso freudiger haben Marco und Vera Agron sie am Samstag bestiegen und wurden stürmisch gefeiert.

Den ganzen Samstag über hat es stark geschneit, aber just auf den Einzug zur Inthronisation wurde es trocken. Ein gutes Omen für die weiteren Fasnachtsanlässe? Der Unterstützung der Bevölkerung und Freunde können sich die neuen Herrscher im Sonnendorf sicher sein, wurden sie doch in der prall gefüllten Mehrzweckhalle mit tosendem Applaus empfangen. Die Buochser Chatzemuisig durfte den Unterhaltungsabend eröffnen, was auch ein Zeichen der guten und wichtigen Zusammenarbeit der beiden Dörfer ist. Sie leitete gleichsam mit dem «Tequila» zum feudalen Nachtessen über.

Nachdem später Hans Meier seine Fasnachtssymbole wie Mantel, Hut, Kette und Zepter teils unfreiwillig abgegeben hatte, wurde er in den Kreis der Altzunftmeister aufgenommen. Vorher aber musste (oder durfte) er eine Prüfung mit einem Minitöff und seiner Evi durchstehen, die er mit Bravour bestand. Nachdem Marco offiziell eingekleidet und ausstaffiert war, stellte er in der prägnanten Antrittsrede im Nidwaldner-kroatischen Sprachenmix sein Motto vor: prominenter Rollenwechsel. Er weiss, dass er viele Helfer und Mitstreiter braucht, und dankte allen schon im Voraus, ganz speziell seiner Frau Vera, Tochter Katharina und Sohn Maximilian.

Gratulanten waren neben den Tambouren und den «Birger-Fägern» auch die Behörden aus Ennetbürgen mit einer Schnupfmaschine als Geschenk. Altzunftmeister und Ehrenmitglieder freuen sich ebenfalls am spontanen offenen Zunftmeisterpaar sowie die Nachbarn vom «Rägeloch», die mit einer Zunftmeisterfahne überraschten. Die befreundete Beggozunft hatte eigens einen der besten Schnitzelbänggler aus Basel mit treffenden Sprüchen eingeflogen, und der Frohsinn Stans holte aus Kalifornien die begeisternden «Hinderwäldler». Die Hornerzunft erfand eine neue Version der Dreikönigsgeschichte und die Chriesizunft besang als Araberchor das wichtige warme Wasser. (pd)