Gleich lange Spiesse in Nidwaldner Gastrobetrieben

Im Kanton Nidwalden brauchen Wirte weiterhin einen Fähigkeitsausweis. Neu müssen auch Betreiber von kleineren Take-Away-Buden diesen vorlegen können.

Philipp Unterschütz
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Der Umgang mit Lebensmitteln erfordert hygienisches Arbeiten. Osvaldo Vitale am Kuchenbuffet im «Tell»..(Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 24. Oktober 2018))

Der Umgang mit Lebensmitteln erfordert hygienisches Arbeiten. Osvaldo Vitale am Kuchenbuffet im «Tell»..(Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 24. Oktober 2018))

Schon in der Vernehmlassung war der breit abgestützte Vorschlag zur Revision des Gastgewerbegesetzes grundsätzlich unbestritten. Gestern stimmte auch der Landrat dem neuen Gesetz in erster Lesung einstimmig mit 57 Stimmen zu. Somit sollen im Gastgewerbe neu maximal 24 Verlängerungen pro Jahr bewilligt werden. Es müssen mindestens drei alkoholfreie Getränke billiger als das günstigste alkoholhaltige angeboten werden. Alcopops dürfen an Jugendliche unter 18 Jahren nicht verkauft werden. Die Polizeistunde bleibt bei 0.30 Uhr.

Diese und weitere neue Regelungen führten im Landrat zu keinerlei Diskussionen. Zu reden gab einzig die Frage des Fähigkeitsausweises. Das neue Gesetz hält nicht nur daran fest, dass Wirte weiterhin einen Fähigkeitsausweis brauchen, sondern dehnt die Bestimmung aus.

FDP blitzt mit Abschaffungsidee ab

Bisher waren Take-Aways mit bis zu 20 Plätzen von der Nachweispflicht befreit. Neu müssen auch Betreiber von kleineren Take-Aways einen Nachweis vorlegen, wenn der Betrieb mehr als sechs Plätze anbietet. Dies sei nötig, um weiterhin eine hohe Qualität im Gastgewerbe mit Kenntnissen der Hygiene- und Lebensmittelvorschriften zu gewährleisten, die Volksgesundheit zu schützen und einen Wildwuchs zu verhindern, wurde im Landrat argumentiert. Nicht zuletzt sollen damit gleich lange Spiesse wie bei den ordentlichen Gastwirtschaften geschaffen werden.

Vor der diskussionslosen Zustimmung zum revidierten Gastgewerbegesetz hatte die FDP beantragt, ganz auf einen Fähigkeitsnachweis zu verzichten. Es sei ein alter Zopf, den man in anderen Branchen auch nicht kenne und der auch keine Garantie für Qualität sei. Der Vorschlag fand aber bei keiner anderen Fraktion Unterstützung. Es sei zwingend nötig, dass Mindestanforderungen geprüft würden. Jeder, der ein Spiegelei braten könne, glaube, er könne wirten, hiess es etwa. Mit 48 : 8 Stimmen entschied der Landrat schliesslich, den Fähigkeitsausweis beizubehalten.