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Grosser Umbruch bei der katholischen Landeskirche Nidwalden

An seiner letzten Sitzung dieser Legislatur genehmigte der Grosse Kirchenrat ein operatives Ergebnis von 1,1 Millionen Franken. Für 12 Mitglieder des Grossen und Kleinen Kirchenrates war es die letzte Sitzung.
Präsident Klaus Odermatt (mitte) tritt nach 16 Jahren zurück. (Bilder: Richard Greuter (Stans, 25. Juni 2018))

Präsident Klaus Odermatt (mitte) tritt nach 16 Jahren zurück. (Bilder: Richard Greuter (Stans, 25. Juni 2018))

An seiner letzten Sitzung der Legislatur 2014 bis 2018 genehmigte der Grosse Kirchenrat der katholischen Landeskirche Nidwalden am Montag die Rechnung 2017. Bei einem Aufwand von 2,7 Millionen Franken präsentierte der Kleine Kirchenrat ein operatives Ergebnis von 1,1 Millionen , welches für den Finanzausgleich 2018 zur Verfügung steht. Freuen können sich die finanzschwachen Kirch- und Kapellengemeinden. Zudem sorgt die gute Finanzlage laut Präsident Klaus Odermatt für höhere Beiträge an die Dachorganisation der römisch-katholischen Zentralkonferenz.

Das Ergebnis ist im Bereich der letzten Jahre und liegt dank vorsichtiger Budgetierung um 19 Prozent höher als erwartet. Positive Aspekte sieht Finanzchef Markus Luther beim betrieblichen Aufwand, der mit 1,2 Millionen Franken um 14 Prozent tiefer ausfällt als budgetiert. Gemäss Luther wurde vermehrt gespart und betriebswirtschaftlich gut gearbeitet. Höher ausgefallen sind auch die Fiskaleinnahmen (Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen). Diese liegen bei 2,24 Millionen Franken, rund 300'000 Franken höher als im Budget. Erstmals flossen etwas mehr als 600'000 Franken in die finanzpolitischen Reserven. Im weiteren genehmigte der grosse Kirchenrat den Rechenschaftsbericht des vergangenen Jahres.

Neuer Geschäftsstellenleiter der Landeskirche

Im August übernimmt Daniel Amstad aus dem Kanton Aargau die Geschäftsstelle der Landeskirche. Mit dem Budget vom vergangenen November wurde diese Stelle zur Entlastung des Kleinen Kirchenrates geschaffen. Der 49-Jährige kommt aus der Finanzbranche und freut sich auf seine neue Aufgabe: «Es ist für mich eine Ehre, dass ich mit dieser Aufgabe betraut wurde.»

Vor mehr als einem Jahr wurde die Fachstelle KAN durchforstet. Inzwischen ist diese Reorganisation abgeschlossen. Wie Monika Rebhan Blättler berichtete, wurden von einem 17-Punkte-Plan deren 14 umgesetzt.

Nach Abschluss der Legislatur hiess es für insgesamt 12 Kirchenräte Abschied nehmen. Nach 16 Jahren, davon 8 als Präsident, tritt auch Präsident Klaus Odermatt ab. Er wird aber die nächste Sitzung bis zur Wahl eines neuen Präsidiums leiten.

Remigi Odermatt.

Remigi Odermatt.

Nach 20-jähriger Tätigkeit im Grossen Kirchenrat verabschiedete sich auch Remigi Odermatt aus dem 40-köpfigen Gremium. Der 60-jährige Vertreter aus Ennetmoos ist das amtsälteste Mitglied, und so wie es scheint, sind seine Koffer bereits gepackt. «Ich möchte gerne reisen», sagte er gegenüber unserer Zeitung und ergänzte: «Da bin ich immer fort, wenn eine Sitzung ansteht.» Seit mehr als zwei Monaten war Odermatt bis ans Nordkap unterwegs und extra auf die Sitzung vom vergangenen Montag zurückgekehrt. Rückblickend meinte der Frühpensionierte: «Mir gefiel der Kontakt über die Gemeindegrenzen hinaus und der Gedankenaustausch mit meinen Ratskollegen.»

Generalvikar lobt das Engagement

Präsident Klaus Odermatt (von links) mit Gastreferent Generalvikar Martin Kopp und dem neuen Geschäftsstellenleiter Daniel Amstad.

Präsident Klaus Odermatt (von links) mit Gastreferent Generalvikar Martin Kopp und dem neuen Geschäftsstellenleiter Daniel Amstad.

Statt etwa über die Sorgen innerhalb des Bistums sprach Generalvikar Martin Kopp in einem Schlusspunkt über die Freuden innerhalb der Kirche; ein Thema, welches auch Papst Franziskus kürzlich zum Thema gemacht hat. In seinen Ausführungen nannte Kopp Beispiele aus seinem kirchlichen Alltag und bekannte: «Ich bin gerne katholisch.» Dabei lobte er alle, die sich in der Kirche engagieren und auch exponieren und meinte am Schluss seines Kurzreferates: «Ich freue mich an allen, die den Glauben integrieren ins Leben, in den Alltag, in den Beruf und auch in die Politik.»

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