Grosses Interesse am Hochwasserschutz in Oberdorf

Die Verantwortlichen haben vor Ort über Änderungen im Projekt Buoholzbach orientiert.

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Die Bevölkerung hörte dem Vorgetragenen interessiert zu.Bild: PD

Die Bevölkerung hörte dem Vorgetragenen interessiert zu.Bild: PD

(mst) Wie geht es mit dem Hochwasserschutzprojekt Buoholzbach weiter? Die CVP-Ortsparteien Oberdorf, Dallenwil und Wolfenschiessen luden vergangene Woche zur öffentlichen Besichtigung. Die Beteiligung mit weit über 100 Interessierten übertraf laut einer Mitteilung der Organisatoren deren Erwartungen und habe aufgezeigt, dass in der Bevölkerung zum Jahrhundertprojekt grosser Informationsbedarf bestehe. Neben Bürgern aus den umliegenden Gemeinden Oberdorf, Dallenwil und Wolfenschiessen seien Interessierte aus ganz Nidwalden und darüber hinaus anwesend gewesen.

Was ist wichtig bei einem grossen Wasserbauprojekt? Laut dem Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger ist es vor allem die Zusammenarbeit aller Involvierten. Damit tragbare Lösungen gefunden werden könnten, sei die gute Mitarbeit aller Betroffenen unabdingbar. Die Zusammenarbeit mit den Direktbetroffenen habe Josef Niederberger als sehr gut bezeichnet.

Die Feuerwehr ist vorbereitet

Technisch liege eine neue Lösung vor, welche die Aussiedlung des Gewerbes Hofwald nicht mehr nötig mache. Viktor Schmidiger, Leiter des Amts für Gefahrenmanagement, zeigte gemäss der Mitteilung «seine» neue Variante direkt im Gelände. Dabei habe er die Interessierten beruhigt: Es werde kein Damm über zehn Meter hoch. Denn dann würde der Damm als nationales Stauwerk kategorisiert und müsse ähnliche Anforderungen wie beispielsweise die Grand-Dixence-Staumauer erfüllen.

Sehr erfreut zeigte sich gemäss dem Schreiben Paul Leuthold, Mitinhaber der Leuthold Metallbau AG. In seiner Ansprache habe er die schwierige Ausgangslage der letzten Jahre aufgezeigt. Mit der jetzigen Lösung habe sich für ihn vieles zum Guten geändert. Seine Firma hätte mit einer Aussiedlung grosse Probleme bekommen, wie es weiter heisst.

Was passiert aber in der Zwischenzeit, bis das Projekt realisiert und alle Schutzdämme gebaut sind? Jost Niederberger, Chef Gemeindeführungsstab Oberdorf, habe aufgezeigt, wie das Risiko minimiert werde. Einerseits sei der alte Damm immer noch intakt und schütze vor «normalen» Hochwasser. Sollte ein grösseres Ereignis auftreten, sei die Feuerwehr vorbereitet. Mittels Beobachtung und Intervention werde gezielt Einfluss genommen. Wenn es nötig sein sollte, werde gar evakuiert. Auch Fragen zur Beschaffenheit der Dämme (Massiver Betonkern mit Aufschüttung), Renaturierung (es entsteht ein Naturgebiet für Fische, Flora und Fauna) und Zufahrten seien von den Verantwortlichen beantwortet worden.