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Grosses Potenzial für Solarstrom in Nidwalden

Der Dallenwiler Maturand Lukas Odermatt glaubt an Möglichkeiten der Fotovoltaik.
Sepp Odermatt
Lukas Odermatt beschäftigte sich in seiner Maturaarbeit mit der Photovoltaik und den Speichermöglichkeiten (Bild: Sepp Odermatt: 21. Dezember 2018)

Lukas Odermatt beschäftigte sich in seiner Maturaarbeit mit der Photovoltaik und den Speichermöglichkeiten (Bild: Sepp Odermatt: 21. Dezember 2018)

In der Schweiz stammt ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs aus den Kernkraftwerken. Diese Anlagen müssen aber bis im Jahre 2034 abgestellt sein. «Wie stopft man dieses Loch?», stellte sich Lukas Odermatt in der Präsentation seiner Maturaarbeit die Frage. Er sieht eine mögliche Lösung bei der Fotovoltaik, also bei der direkten Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, in elektrische Energie mittels Solarzellen. Gemäss Odermatt stammen nur gerade vier Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Schweiz aus erneuerbarer Energie. Davon kommen 2,5 Prozent aus der Fotovoltaik.

Die erste Leitfrage des Vortrages von Odermatt lautete: Was sind die in Nidwalden zurzeit vorhandenen Kapazitäten an Fotovoltaik, und wo gibt es bereits Anlagen, welche Strom speichern?

Auf diese Frage gab der Maturand aus Dallenwil folgende Antwort: «Im Moment produzieren wir in unserem Kanton im Jahr ungefähr 4,1 Gigawattstunden Strom aus der Fotovoltaik. Das reicht für etwa 910 Haushalte. Das Potenzial in unserem Kanton mit sich lohnenden Dachflächen – ohne Fassaden – liegt jedoch bei 185 Gigawattstunden. Damit könnte man etwa 41100 Haushalte versorgen. Das wären dann ungefähr zwei Drittel des gesamten Stromverbrauchs in Nidwalden.»

Zwei Fördermodelle für Fotovoltaik

Odermatt setzte sich schliesslich auch mit den Fördermodellen für die Fotovoltaik im Kanton auseinander. Er sagte: «In der Schweiz gibt es zwei Fördermodelle. Das erste ist die kostendeckende Einspeisevergütung. Allerdings ist das schon ein Auslaufmodell, weil man nur noch bis ins Jahr 2022 aufgenommen werden kann, und die Warteliste übermässig lang ist. Die Fördergelder können 15 Jahre lang bezogen werden».

Das zurzeit aktuelle Modell sei die Einmalvergütung, erklärte der Maturand. Auch hier bestehe eine Wartezeit von zwei bis sechs Jahren. Die Vergütung erfolge durch einen Grundbeitrag und durch einen Zusatzbeitrag je nach Grösse der Anlage. Man könne dabei mit einer Entschädigung von etwa 30 Prozent der Anlage rechnen. Der junge Student machte des weiteren Vorschläge für die Verbesserung der Fördermassnahmen im Bereich der Fotovoltaik: «Es müssten kürzere Bewilligungsverfahren erreicht werden und die Einschränkungen für Eigenverbrauchsgemeinschaften sollten gelockert werden. Dann könnte man auch eine gewisse Netzöffnung in Betracht ziehen, damit grosse Betreiber den Strom direkt ins Netz einspeisen könnten.»

Auf Anraten seines Mentors Martin Arpagaus, Fachlehrer für Wirtschaft und Recht, ist Lukas Odermatt früh in seine Arbeit eingetaucht. Er hat Vorträge und Ausstellungen besucht, die ihm die nötigen Grundlagen für sein gelungenes Werk geliefert haben.

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