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Gutes erstes Jahr für neuen Fähre-Pächter von Beckenried

Rund 25'000 Autos transportierte die Autofähre zwischen Beckenried und Gersau seit dem Frühling über den See. Nun geht sie in die Winterpause.
Martin Uebelhart
Die Autofähre in Beckenried. (Bild: Corinne Glanzmann, 24. Oktober 2018)

Die Autofähre in Beckenried. (Bild: Corinne Glanzmann, 24. Oktober 2018)

Seit zwölf Jahren arbeitet Mick Baumgartner bei der Autofähre Beckenried-Gersau. Jetzt hat er seine erste Saison als Pächter des Schiffes hinter sich. Am Mittwoch ist die Fähre für dieses Jahr zum letzten Mal unterwegs gewesen. «Ich bin sehr zufrieden», sagt er auf Anfrage. «Die Fähre gilt zwar als Teil des Strassennetzes, doch wir leben vor allem vom Ausflugsverkehr. Da sind wir auf schönes Wetter angewiesen.» Das habe in diesem Sommer einfach gepasst, sagt er. Seit März habe es an Wochenenden kaum geregnet. «Gerade die Wochenenden sind für uns natürlich besonders wichtig.» Staus habe es aber in diesem Jahr weniger gegeben. «Wir spüren sofort, wenn der Seelisbergtunnel gesperrt ist oder es in Luzern harzt. Dann ist der Parkplatz bei uns voll.»

Baumgartner weiss auch von Fahrgästen, welche die Fähre gezielt als Abkürzung nutzen. Ein Ostschweizer Fuhrhalter etwa lasse seine Lastwagen auf der Fähre über den See transportieren. «So spart er Ausgaben für die LSVA und die Chauffeure haben gleichzeitig eine Pause», erklärt Baumgartner. Unter dem Strich rechne sich das für diese Firma.

Insgesamt hat die «Tellsprung» 25'000 Autos transportiert. «Dazu kamen unzählige Töffs, Velos, Lastwagen, Busse, Fussgänger und sogar Kühe, Pferde und ein Esel», weiss er zu berichten. «Das Ganze lief auch pannenfrei ab», ist Baumgartner froh. Obwohl das Schiff ja ein Oldtimer sei: «In zwei Jahren wird es 90 Jahre alt», hält er fest. In der heutigen Form verkehrt die Fähre nach einem Umbau seit 1964.

Nun ab in die Revision nach Luzern

Anfang November nun werde die Fähre für zwei Wochen in die Werft nach Luzern zur Revision gebracht. «Das sorgt jeweils für ein wenig Aufsehen, wenn die ‹Tellsprung› ihre angestammte Strecke verlässt», weiss Mick Baumgartner. Das sei jeweils auch das Besondere an den Sommerferry-Ausfahrten, wenn auf der Fähre Konzerte abgehalten werden. «Die drei Veranstaltungen dieses Jahr waren ein grosser Erfolg.» Ein Team von sechs Personen betreibt die Fähre, die Mick Baumgartner von der Besitzerin, der Buochser Kipfer GmbH, gepachtet hat. «Wir sind eine Schiffsführerin, drei Schiffsführer und zwei Matrosen.»

«Wenn der Pächter zufrieden ist, bin ich es auch», sagt Eigentümer Theo Kipfer auf Anfrage. Er hatte im vergangenen Frühling das Hotel Seerausch in Beckenried samt dem Fährbetrieb erworben. «Mein Anliegen war, dass Hotel und Fähre beisammen bleiben. Diese einzige Fähre in der Region soll der Öffentlichkeit und dem Tourismus erhalten bleiben. Es ist auch ein Stück Nostalgie», so Kipfer.

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