Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Gymischüler aus Stans und Sarnen machen Reise in Welt der Technik

25 Schüler und Schülerinnen des Kollegi St. Fidelis in Stans und der Kantonsschule Sarnen besuchten Forschungsunternehmen sowie die ETH Zürich und lernten selbst Roboter zu bauen und zu programmieren.
Marion Wannemacher
Schüler der Technikwoche beim Austesten der von ihnen programmierten Roboter. (Bilder: Marion Wannemacher (Stans, 27. September 2018))

Schüler der Technikwoche beim Austesten der von ihnen programmierten Roboter. (Bilder: Marion Wannemacher (Stans, 27. September 2018))

Danus Mohan und Anja Maag sind noch nicht zufrieden. «Dass der Roboter im weissen Feld bleibt, ist ja schon mal gut», finden beide, «aber er sieht die Mohrenköpfe noch nicht», erklärt Danus. Ihre Idee ist, den Roboter bis zur schwarzen Umgrenzungslinie fahren und dann umdrehen zu lassen. Die Aufgabe lautet: der Roboter soll die aufs Spielfeld verteilten Süssigkeiten finden und herausschieben in möglichst kurzer Zeit.

«Der Roboter macht, was die Schüler ihm sagen und nicht, was sie wollen», erklärt Kursleiter Vance Carter das Problem. Er leitet den eintägigen Robotik-Workshop innerhalb der Technik- und Informatikwoche. Bei ihm lernen die Schüler einen Roboter zu bauen und zu programmieren. Organisiert wird die Technikwoche von der Vereinigung IngCH. Und das schon seit 25 Jahren. Fast genauso lang ist das Kollegi St. Fidelis dabei, erzählt Physiklehrer Urs Zellweger, der für die Technikwoche verantwortlich ist.

Einblicke in Studium und akademische Berufe

«Einerseits können unsere Schüler ihr Schwerpunktfach vertiefen, ausserdem bekommen sie einen Einblick ins Studium an der Hochschule oder Fachhochschule, können mit Studenten oder Professoren reden.» Während der Technikwoche können die Schüler unter anderem Firmen besuchen, spannende Vorträge zu Technik im gesellschaftskritischen Kontext hören und sich selbst noch praktisch betätigen.

Zellweger freut sich über die breite Palette des vielfältigen Angebots durch die Vereinigung. «Das wäre für uns als Schule gar nicht möglich zu organisieren», sagt er. Auch von der Kantonsschule Obwalden gibt es nur Lobesworte für die Technikwoche: «Die Studierenden, die eine Technikwoche mitmachen, sind mehrheitlich sehr zufrieden und begeistert über die Erkenntnisse und Erfahrungen in der Woche, die sie sonst in dieser Form kaum machen könnten», heisst es von Seiten Schulleitung.

In dieser Woche ging es unter anderem ins Kompetenzzentrum für Weltraumforschung nach Hergiswil, wo die Schüler sehen konnten, wie Experimente in der ISS Raumstation vorbereitet werden. Sie besuchten das Bauingenieurdepartement der ETH Zürich und das Innovationsgebäude der Empa in Dübendorf mit Solarenergie erzeugender Gebäudehülle und erfuhren beim CSEM, wie Druckmessungen beim Bremssystem des Airbus A380 eingesetzt werden.

20 Schüler mit Schwerpunktfach Physik und angewandte Mathematik (PAM) vom Kollegi Stans haben teilgenommen sowie 5 Schüler der Kantonsschule Obwalden. Vance Carter ist mit den Teilnehmern seines Workshops zufrieden: «Sie kommen gut voran und haben neue Ideen», lobt er. Der Ingenieur hat eine Firma, die sich auf die Didaktik von Mint-Fächern für Schulen spezialisiert hat.

Er stelle immer wieder fest, dass junge Männer anders an Aufgabenstellungen herangingen als junge Frauen. «Buben probieren einfach aus, sind risikobereiter, sie machen einfach und nehmen in Kauf, dass sie scheitern, lernen aber dabei», sagt er. Mädchen hätten häufiger Hemmungen, seien vorsichtiger, nähmen eher seine Vorschläge an und kämen vielleicht schneller ans Ziel.»

Mehr Mädchen als Buben im Schwerpunktfach PAM

Wie empfinden Mädchen das Thema selbst? «Vielleicht hat sich die Meinung in der Öffentlichkeit nicht geändert, bei uns spielt das keine Rolle», sagt Samira Odermatt aus Ennetmoos. Im Schwerpunktfach PAM sind in der Maturaklasse im St. Fidelis immerhin 11 Mädchen und 9 Buben. «Ich finde, jeder soll einfach machen, was ihm Freude macht», sagt sie. Was sie nach der Matura machen will, weiss die Maturandin noch nicht. «Schon eher etwas Naturwissenschaftliches, vielleicht Biologie», sagt sie.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.