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HALDIGRAT: Heli fliegt Windturbine an ihren Platz

Das Windrad dreht sich wieder. Das letzte Teilstück des Dreiflüglers gestaltete sich spektakulär.
Matthias Piazza
Präzisions- und Teamarbeit: Die Bodencrew platziert das Windrad, das noch am Helikopter hängt, auf dem Masten. (Bild Matthias Piazza)

Präzisions- und Teamarbeit: Die Bodencrew platziert das Windrad, das noch am Helikopter hängt, auf dem Masten. (Bild Matthias Piazza)

Montage des neuen Winderades auf dem Haldigrat per Helikopter. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)
Hier die Maschine des Typs "Lama", der Alpinlift aus Buochs. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)
Montage des neuen Winderades auf dem Haldigrat per Helikopter. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)
Hier wird gerade das Transportseil abgehängt. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)
Montage des neuen Winderades auf dem Haldigrat per Helikopter. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)
Montage des neuen Winderades auf dem Haldigrat per Helikopter. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)
Bild: PD / Michael Huwiler
Bild: PD / Michael Huwiler
Bild: PD / Michael Huwiler
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Bild: PD / Michael Huwiler
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Bild: PD / Michael Huwiler
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39 Bilder

Windrad-Montage auf dem Haldigrat

Matthias Piazza

Die Wanderer auf dem Haldigrat machten gestern Nachmittag grosse Augen, als wie aus dem Nichts ein Helikopter aus dem Tal auftauchte. Am Seil hing eine ganz besondere Last, die wohl für manches Rätselraten gesorgt haben dürfte. Auf eine Windturbine tippten wohl die wenigsten. Denn angeflogen wurden keine langen Rotorblätter, sondern eine Konstruktion mit drei Flügeln – jeder sechs Meter lang. Zentimetergenau flog der Helikopter den sogenannten Aufsatz auf den 15 Meter hohen Masten, wo Mitarbeiter ihn umgehend anschraubten – festgehalten von zahlreichen Kameras und Handys.

Ein logistischer Kraftakt

Bis diese Turbine an ihrem Bestimmungsort auf 2000 Meter Höhe war, brauchte es einen logistischen Kraftakt. Am Produktionsstandort der Firma Enver­gate in Horn TG wurden in den vergangenen Wochen sämtliche Teile zusammengesetzt und mit dem Lastwagen nach Niederrickenbach geliefert, wo dann der Heli das letzte Streckenstück übernahm. Am Vormittag wurde die alte, defekte Turbine abmontiert. Einzig die grau-grünen Flügel dürfen bleiben. Sie wurden noch unten im Tal an den Träger der neuen Anlage montiert.

Gute Absprachen unerlässlich

«Es braucht eine sehr gute Absprache zwischen der Heli- und der Bodencrew», meinte Marcus Graf, Geschäftsführer von Envergate Energy AG. Der heikelste Moment sei dabei das Aufsetzen des Generators auf den Masten. «Das Bodenteam muss ihn in die exakte Position bewegen. Dabei geht es um Zentimeter.»

Wenn immer möglich werde mit dem Lastwagen angeliefert und nur wenn nicht anders möglich auf den teureren und anspruchsvollen Helikopterflug ausgewichen. Dass der Flug gestern durchgeführt werden konnte, ist nicht selbstverständlich. Denn nicht nur schlechtes Wetter, auch hohe Temperaturen können dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen. «Ist es sehr heiss, kann der Heli auf dieser Höhe nicht mehr so schwere Lasten fliegen, weil die Luft zu dünn wird», erklärte Marcus Graf.

Er ist überzeugt, dass diese Anlage reibungslos funktioniert. «Wir testeten dieses Modell in Schottland und in Südfrankreich unter Extrembedingungen, mit Windgeschwindigkeiten bis 250 Kilometern die Stunde – und sie hielten dem Härtetest stand. Auf dem Haldigrat kann der Wind aber auch 200 Kilometern in der Stunde erreichen.» Überhaupt seien hier die Windverhältnisse für eine «vertikale» Windturbine ideal.

Ersatz für defekte Anlage

Es ist dies ein Ersatz für die vor rund zweieinhalb Jahren installierte Anlage der Vorgängerfirma, die nie richtig funktionierte. Man sei Kurt Mathis beim Ersatz der Turbine in einem fünfstelligen Betrag und beim Heliflug sehr entgegengekommen, so Marcus Graf. Kurt Mathis, der Besitzer des Bergrestaurants Haldi­grat und der dazugehörigen Sesselbahn, war erleichtert, dass die Montage seiner Windkraftanlage reibungslos klappte. Mit der Anlage will er die Energie fürs Heizen im Winter abdecken.

Die Probleme mit der ersten Windkraftanlage sind für ihn Schnee von gestern. «Neue Sachen können eben kaputtgehen», meinte er.

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