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Interview

Nidwaldner Bundesratskandidat Hans Wicki: «Ich muss beim Französisch aufholen»

Am Freitag entscheidet sich, ob Ständerat Hans Wicki auf das offizielle FDP-Ticket für die Bundesratswahl am 5. Dezember kommt. Im Interview blickt er auf die intensive Zeit seit seiner Nomination durch die Kantonalpartei zurück.
Martin Uebelhart
Hans Wicki bei einem Auftritt im Rahmen der FDP-Roadshow. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone (Muttenz, 6. November 2018))

Hans Wicki bei einem Auftritt im Rahmen der FDP-Roadshow. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone (Muttenz, 6. November 2018))

Heute entscheidet die Bundeshausfraktion der FDP, wer am 5. Dezember der Vereinigten Bundesversammlung zur Wahl vorgeschlagen werden soll. Von der Nidwaldner Kantonalpartei nominiert ist Ständerat Hans Wicki. Wir sprachen mit ihm kurz vor der Entscheidung über sein Befinden und wie er die vergangenen Wochen seit der Nomination erlebt hat.

Hans Wicki, steigt Ihre Nervosität im Hinblick auf die entscheidende Sitzung der FDP-Fraktion?

Eine gewisse Anspannung habe ich ohnehin schon in der jetzigen Situation als Nominierter. Bisher hält sie sich in Grenzen.

Wie hat sich Ihr Alltag in den vergangenen Wochen verändert?

Zum täglichen Job ist da natürlich noch einiges dazu gekommen. Einerseits muss man sich mit sich selber auseinandersetzen, um das politische Profil zu schärfen. Weiter gilt es, viele Medienanfragen zu beantworten. Wir drei offiziell Nominierten waren mit einer FDP-Roadshow unterwegs. Auf diese Auftritte habe ich mich ebenfalls vorbereitet. Alles in allem hat sich die Agenda noch etwas mehr gefüllt.

Sie haben die Roadshow Ihrer Partei angesprochen. Wie haben Sie diese drei Veranstaltungen erlebt?

Das war eine spannende und angenehme Phase. Diese Podiumsveranstaltungen waren für mich nichts neues. Ich kannte das ja schon aus meinen Wahlkämpfen für den Regierungsrat und den Ständerat. Neu war diesmal, dass jeweils sehr viel mehr Medienvertreter vor Ort waren. Nach 90 Minuten Podium habe ich während Dreiviertelstunden noch Journalisten Rede und Antwort gestanden. Insgesamt habe ich es genossen, es war sehr bereichernd.

Apropos Medien: Es ist vieles geschrieben und gesendet worden über die Nominierten für die Wahl in den Bundesrat. Wie haben Sie diese Berichterstattung, die bei Ihnen bis zu TV-Satire über Ihre Sprachkenntnisse ging, empfunden?

Ach, Satire ist Satire. Letztlich geht es darum, sich selber zu bleiben. Ich hatte einen guten medialen Auftritt. Und wenn ich an der Roadshow in Yverdon während anderthalb Stunden in Französisch Auskunft geben konnte, stelle ich die viel gehörte Aussage, ich beherrschte die Sprache nicht, ins richtige Licht. Ich habe in den vergangenen 20 Jahren immer englisch gesprochen, darum muss ich beim Französisch aufholen.

Sie haben vorhin Ihre Agenda erwähnt. Wie oft waren Sie abends noch zu Hause?

Ich bin ohnehin nicht so oft zu Hause. Und jetzt war ich es noch etwas weniger. Aber es gab genügend Momente, wo ich zu Hause durchatmen und neue Energie tanken konnte.

Wie ist ihr Gefühl? Welche Strategie beschliesst die Fraktion heute? Wagen Sie eine Prognose?

Eine Prognose hören Sie von mir nicht. Ich habe im Vorfeld sehr viele Telefonate geführt und habe eine Ahnung, in welche Richtung es gehen könnte. Ich habe mich gut vorbereitet auf das, was ich vor der Fraktion sagen werde. Dann werde ich auf die Fragen meiner Kolleginnen und Kollegen antworten. Wenn die Entscheidung für mich – was ich sehr hoffe – positiv ausfällt, dann hat der Kanton Nidwalden, wie das Staatsarchiv herausgefunden hat, erstmals in seiner Geschichte einen offiziellen Bundesratskandidaten.

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