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Hans Wicki offiziell Bundesratskandidat: FDP-Kantonalpräsident ist «freudig erleichtert»

Die FDP Nidwalden dürfe sich jetzt schon ein wenig wie eine Siegerin fühlen, sagt Präsident Stefan Bosshard. Hans Wicki werde man auf dem weiteren Weg bis zur Wahl am 5. Dezember so gut es geht moralisch unterstützen.
Oliver Mattmann
Wird Hans Wicki für das Ticket ins Bundeshaus, das er bei der kantonalen Nomination aus den Händen von FDP-Präsident Stefan Bosshard erhielt, in Zukunft tatsächlich Verwendung haben? (Bild: Roger Zbinden (Stans, 23. Oktober 2018))

Wird Hans Wicki für das Ticket ins Bundeshaus, das er bei der kantonalen Nomination aus den Händen von FDP-Präsident Stefan Bosshard erhielt, in Zukunft tatsächlich Verwendung haben? (Bild: Roger Zbinden (Stans, 23. Oktober 2018))

Nidwalden schaut seit Jahrzehnten neidisch auf Obwalden. Der Nachbarkanton stellte mit Ludwig von Moos (CVP) zwischen 1959 und 1971 bisher immerhin einen Bundesrat, Nidwalden noch nie. Das könnte sich am 5. Dezember ändern. Die FDP Schweiz hat am Freitag neben der St. Galler Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter (38 von 41 Stimmen) den Nidwaldner Ständerat Hans Wicki aufs Zweiter-Ticket gesetzt. Auf den 54-jährigen Hergiswiler entfielen 29 Stimmen der Fraktionskollegen, auf den dritten im Bunde, den Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler, nur deren 12. Dies wertet der Präsident der FDP Nidwalden, Stefan Bosshard, als «gutes Resultat», wie er auf Anfrage sagt. «Ich bin freudig erleichtert, dass die Parteikollegen in Bern die Qualitäten und den politischen Rucksack von Hans Wicki anerkennen», so Bosshard weiter. «Wir fühlen uns jetzt schon ein wenig wie Sieger.» Wicki ist der erste Bundesratskandidat aus Nidwalden überhaupt.

FDP-Bundesratskandidat Hans Wicki beantwortet Fragen von Journalisten nach seinem Hearing in der FDP-Fraktionssitzung im Bundeshaus. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer, 16. November 2018)
Nach seinem Hearing in der Fraktionssitzung der FDP: Offizieller Bundesratskandidat Hans Wicki im Bundeshaus. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer, 16. November 2018)
Hans Wicki wurde 2006 in stiller Wahl als Nachfolger von Ralph Sigg zum Gemeindepräsidenten von Hergiswil gewählt. (Bild: Fabian Fellmann)
Hans Wicki am Parteitag der FDP Nidwalden 2008 mit Kantonalpräsident Ruedi Waser (rechts) und FDP-Schweiz-Präsident Fulvio Pelli. (Bild: Luca Wolf, Stans 28 . August 2008)
Die FDP Nidwalden nominiert ein Trio mit Gerhard Odermatt (bisher, links) und den beiden Neuen Yvonne von Deschwanden und Hans Wicki für die Regierungsratswahlen 2010. (Bild: Roger Zbinden (Stansstad, 12. November 2009))
Bei den Gesamterneuerungswahlen 2010 schafft Hans Wicki im ersten Wahlgang den Einzug in die Nidwaldner Regierung – zusammen mit Hugo Kayser, Gerhard Odermatt, Res Schmid und Ueli Amstad (von links). (Bild: Corinne Glanzmann (Stans. 7. März 2010))
Dauerbrenner Wellenberg: Baudirektor Hans Wicki informiert zusammen mit seinem Obwaldner Amtskollegen Paul Federer, dem Nidwaldner Kantonsgeologen Fidel Hendry und dem Freiburger Uni-Professer Jon Mosar (von links) die Medien über den Sachplan geologische Tiefenlager. (Bild: Martin Uebelhart (Stans, 17. Dezember 2010))
Medienfahrt zum Agglomerationsprogramm Nidwalden. Hans Wicki macht Station in Ennetbürgen. (Bild: Corinne Glanzmann (22. Juni 2011))
Dauerbrenner Flugplatz Buochs: Hans Wicki und Markus Kälin, Verwaltungsratspräsident Airport Buochs AG, stellen den neuen Tower den Medien vor. (Bild: Matthias Piazza (Buochs, 6. Dezember 2012))
Das FDP-Kandidaten-Trio für die Regierungsratswahl von 2014 (von links): Hans Wicki, Yvonne von Deschwanden und Alfred Bossard. (Bild: Geri Wyss (25. Februar 2014))
Wahl in den Verwaltungsrat der Titlis-Bahnen: Hans Wicki folgt auf Mario Amstutz (links), nachdem er die Kampfwahl gegen den Engelberger Walter Häcki gewonnen hat.
(Bild: Geri Wyss (Engelberg, 11. April 2014))
Baudirektor Hans Wicki, Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn, Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur Zentralbahn und Gemeindepräsident Hans Kopp (von links) eröffnen den umgebauten Bahnhof von Wolfenschiessen. (Bild: Richard Greuter (13. Juni 2014))
Und noch einmal Zentralbahn: Hans Wicki und Bahn-Direktor Renato Fasciati informieren über den Doppelspurausbau der Zentralbahn in Hergiswil. (Bild: Corinne Glanzmann (2. Juli 2014))
Die FDP Nidwalden nominiert Hans Wicki einstimmig für den Ständerat. (Bild: Roger Zbinden (Oberdorf, 23. April 2015))
Wahlpodium am Kollegi St. Fidelis: Moderator Stefan Eiholzer befragt die drei Nidwaldner Ständeratskandidaten Hans Wicki, Therese Rotzer und Sepp Käslin (von links). (Bild: Kurt Liembd (24. September 2015))
Der neugewählte Ständerat Hans Wicki (links) nimmt die Gratulation von FDP-Kantonalpräsident Ruedi Waser entgegen. Die FDP hat der CVP nach 167 Jahren den einzigen Nidwaldner Sitz im Stöckli abgenommen. (Bild: André A. Niederberger (Stans, 18. Oktober 2015))
Hans Wicki gratuliert im Loppersaal dem wiedergewählten SVP-Nationalrat Peter Keller (rechts). (Bild: André A. Niederberger (Hergiswil, 18. Oktober 2015))
Hans Wicki verfolgt während seiner ersten Session im Bundeshaus die Beratungen über die Neuregelung der Wasserzinsen. (Bild: Lukas Lehmann/Keystone (Bern, 3. Dezember 2015))
Hans Wicki wird bei seiner letzten Landratssitzung als Baudirektor verabschiedet. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 29. Juni 2016))
Die beiden Nidwaldner Bundesparlamentarier zu Besuch am Rütlischiessen (von links): Hans Wicki, Nina Christen, Heidi Diethelm Gerber und Nationalrat Peter Keller. (Bild: Edi Ettlin (9. November 2016))
Podium zur Rentenreform 2020 im Hotel Metzgern (von links): Hans Wicki, der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin, Donat Rüttimann und Gesprächsleiter Markus von Rotz. (Bild: Robert Hess (Sarnen, 15. September 2017))
Bundesrat Guy Parmelin mit Hans Wicki im VIP-Zelt des Weltcup-Skispringens in Engelberg. (Bild: André A. Niederberger (16. Dezember 2018))
Ständerat Hans Wicki und Nationalrat Peter Keller berichten in ihrem Sessionsrückblick «Hans-Peter» aus dem Bundeshaus. (Bild: Matthias Stadler (Stans, 17. März 2018))
Hans Wicki gibt seine Kandidatur für die Nachfolge von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann bekannt. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 17. Oktober 2018))
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Hans Wicki – der allererste Bundesrats-Kandidat aus dem Kanton Nidwalden

Für Stefan Bosshard stehen die Favoriten für die Wahl am 5. Dezember fest: Bei der CVP sei es die Walliser Nationalrätin Viola Amherd, in den eigenen Reihen Karin Keller-Sutter. «Es ist uns von Anfang an klar gewesen, dass Hans nicht in der Pole-Position stehen wird. Dennoch sind wir immer der Überzeugung gewesen, dass er das Zeug dazu hat und die Bundesversammlung eine Auswahl verdient.» Sollte sich bei der CVP tatsächlich Viola Amherd gegen die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen durchsetzen, sieht der FDP-Präsident die Chancen Wickis steigen. «Der Anspruch der Region Zentralschweiz auf einen Sitz im Bundesrat ist nach wie vor berechtigt», glaubt Bosshard. Dies könne womöglich eine Rolle spielen, wenn die Stände- und Nationalräte in geheimer Wahl ihre Stimme abgeben.

Französisch-Frage «nervt langsam»

Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie gross Wickis Kredit bei den Parlamentariern aus der Romandie ist, nachdem er offensichtliche Schwächen im Französisch aufweist, dies aber auch eingesteht, weil er in den vergangenen Jahrzehnten beruflich nur englisch unterwegs war. «Ganz ehrlich: Die Sticheleien gegen Hans nerven langsam», lässt Stefan Bosshard Dampf ab. «Für meinen Geschmack wurde dem in den Medien zuletzt zu viel Gewicht geschenkt.» Die Kandidaten hätten noch zahlreiche andere Qualitäten, in denen sie sich unterscheiden. «Nur auf der Französisch-Frage herumzureiten, finde ich nicht fair.»

Nicht zuletzt auf Twitter wurde Hans Wicki deswegen öfters angegriffen. Er selber ist im Gegensatz zu vielen anderen Politikern nicht auf dem Kurznachrichtendienst aktiv, kann sich daher nicht direkt verteidigen. «Es ist jedem selber überlassen, ob er in den sozialen Medien präsent sein will», sagt Stefan Bosshard dazu. Sowieso sei es mit Twitter, wo jeder alles kommentiere könne, so eine Sache. «Man weiss nie so recht, gegen wen man sich überhaupt wehrt.» Auch deshalb misst er diesem Punkt im Hinblick auf die Stunde der Wahrheit nur eine untergeordnete Bedeutung zu.

Public Viewing geplant an Wickis Wohnort

In den letzten Tagen vor der Wahl dürfte es für Hans Wicki vor allem darum gehen, sich bei den Parlamentariern in Bern gut ins Szene zu setzen. «Was wir vom Vorstand und der Parteibasis jetzt noch tun können, ist ihn moralisch zu unterstützen», hält der FDP-Präsident fest. Dies werde man bei jeder Gelegenheit machen – so auch am 5. Dezember selbst. «Wir werden mit einer Delegation vor Ort sein.» Die Daumen drücken wird auch der Nidwaldner Regierungsrat, der die Kandidatur «des ehemaligen Ratskollegen begrüsst und unterstützt», wie es in einer Medienmitteilung heisst. In der Heimat, so Stefan Bosshard weiter, sei am Tag der Bundesratswahl ein Public Viewing an Wickis Wohnort Hergiswil und allenfalls an einem zweiten Standort im Kanton geplant. Dies werde man in den nächsten Tagen aufgleisen. Schliesslich wollen die Liberalen gewappnet sein, sollte es tatsächlich soweit kommen, dass Nidwalden seine Bundesrats-Premiere erlebt – und von einem auf den anderen Tag nicht mehr neidisch nach Obwalden blicken muss.

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