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HEILMITTELGESETZ: Arzneimittelabgabe durch Ärzte beibehalten

Der Nidwaldner Regierungsrat begrüsst wesentliche Teile des vom Bund vorgelegten Revisionspakets zum eidgenössischen Heilmittelgesetz. Er spricht sich aber entschieden gegen ein Verbot der Arzneimittelabgabe für Ärzte aus.
(Symbolbild Michael Buholzer/Neue LZ)

(Symbolbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Nach Ansicht der Nidwaldner Regierung kann mit der vorgesehenen Revision ein wesentlicher Fortschritt in Richtung Verbesserung der Arzneimittelqualität und -sicherheit erreicht werden, heisst es in einer Medienmitteilung des Nidwaldner Regierungsrates. Zudem werde die Qualität der im Arzneimittelbereich tätigen Betriebe angehoben, was schliesslich der Patientensicherheit zugute komme. Mit dem Verbot der Arzneimittelabgabe Ärzte sowie Tierärzte berge die vorgeschlagene Revision des Heilmittelgesetzes jedoch eine Neuerung, die für den Regierungsrat nicht akzeptabel sei. Sie würde einen fundamentalen Systemwechsel mit unabsehbaren Folgen bewirken, heisst es in der Mitteilung weiter.

Argumente nicht nachvollziehbar
Der Artikel zur Arzneimittelabgabe (Selbstdispensation) im eidgenössischen Heilmittelgesetz darf nach Ansicht des Regierungsrats nicht aufgehoben werden. Die Argumente des Bundes seien nicht nachvollziehbar. So belegen die Zahlen der Santésuisse, dem Verband der schweizerischen Krankenversicherer, dass Kantone mit Selbstdispensation die tiefsten Arzneimittelkosten pro versicherte Person aufweisen. Bei einem Verbot der Arzneimittelabgabe durch die Arzte wäre im Kanton Nidwalden mit einer Unterversorgung in den entlegenen Gebieten zu rechnen. Zudem müssten häufig lange Anfahrtswege zu den Apotheken in Kauf genommen werden.

Referendum wäre vorprogrammiert
Nach Ansicht der Nidwaldner Regierung wäre ein Referendum der Ärzteschaft und wahrscheinlich der Patientenorganisationen sowie weiterer Kreise vorprogrammiert, falls das Verbot der Selbstdispensation eingeführt werden sollte.

zim

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