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Heiri Küttel baut seit zwei Dekaden Theaterbühnen

Heiri Küttel spielt nicht nur leidenschaftlich Theater, seit 20 Jahren gestaltet der Holzfachmann beim Theater Büren auch das Bühnenbild. Auch heuer ist er wieder an vorderster Front mit dabei.
Richard Greuter
Spielt im Theater mit, baut aber auch die Bühnen dazu: Heiri Küttel. (Bild: Richard Greuter (6. Oktober 2018))

Spielt im Theater mit, baut aber auch die Bühnen dazu: Heiri Küttel. (Bild: Richard Greuter (6. Oktober 2018))

Beim Theater Büren geht es demnächst wieder turbulent zu und her. Beim Lustspiel «Äs Jubiläum» werden einmal mehr die Lachmuskeln strapaziert. Seit Mitte August proben drei Spieler und fünf Spielerinnen unter der Leitung von Regisseur Roland Simitz und seiner Assistentin Monika Durrer an der neuen Produktion. Rund eineinhalb Wochen vor der Premiere startet die Gruppe nun mit den Gesamtproben.

Im Mittelpunkt dieser Komödie steht Franz Tobler. Der hat es faustdick hinter den Ohren. Seit 25 Jahren gaukelt Tobler seiner Frau vor, er engagiere sich für Eisbären. Stattdessen geht der Lebemann jeden Mittwoch in eine Bar mit leicht bekleideter Bedienung. Doch nun gerät Franz selber in Not. Seine Frau plant nämlich für das 25-Jahr-Jubiläum dieses Hilfsprojektes eine Feier, und Franz befürchtet, dass nun der ganze Schwindel auffliegt. In seiner Verzweiflung bittet er seinen Freund Markus Gebert um Hilfe, um den Schwindel zu decken. Doch die stumpfsinnigen Ideen von Markus, oft aus dem hohlen Bauch, sind kaum umsetzbar.

Alle drei Akte spielen in der Wohnung von Franz und Gerda Tobler. Gestaltet wurde das Bühnenbild von Heiri Küttel. Seit 20 Jahren ist der selbstständige Holzbauplaner beim Theater Büren für die Theaterkulissen verantwortlich. Gleichzeitig steht er, der für seine Mimik bekannt und beliebt ist, auch immer wieder als Schauspieler auf der Bühne. Im neuen Stück verkörpert er den schlitzohrigen Markus Gebert.

«Heiri ist ein richtiger Theatermensch»

Damit ist der Holzfachmann praktisch das ganze Jahr für das Theater im Einsatz. «Heiri ist ein richtiger Theatermensch», lobt Theaterpräsident Alex Lussi. Bereits anfangs Jahr, wenn die Stückwahlkommission neue Theaterstücke evaluiert, macht sich auch der 56-jährige Heiri Küttel erste Gedanken wie die Kulissen aussehen könnten. Ein genauer Grundrissplan und vor allem ein Modell dienen der Regie als Entscheidungsgrundlage. Für ihn ein wichtiger Punkt: «Bei einem guten Stück muss auch das Bühnenbild stimmen.» Und das muss vor den ersten Proben fertig sein. «Nur so ist diese Doppelbelastung möglich», sagt Heiri Küttel, der auf ein bewährtes Kulissenteam setzen kann.

Mit einem Schmunzeln blickt der Bühnenbildner auf die 20 Jahre zurück und erinnert sich daran, als die Regie vor etwa 15 Jahren während der Proben plötzlich eine zusätzliche Türe verlangte. Heiri Küttel, und wohl auch seine Theaterkollegen, konnten die Regie davon überzeugen, dass es auch ohne zusätzliche Türe ging. Eine der grössten Herausforderungen war der Bau einer Treppe bei einem zweigeschossigen Bühnenbild. Pikant: Die Treppe wurde aus einer Betonwand inklusive Geländer hinaus geschoben. «Dies war der schwierigste Bühnenbau», erinnert sich der Holzfachmann. Doch als weiterer Schwerpunkt meint Küttel: «Die Idee ist, dass das Kulissenbild wandelbar ist.» Als Beispiel nennt er, wie aus einer Chaoswohnung aufgrund eines Erbes oder eines Lottogewinnes plötzlich ein Bijou entstehen kann. Dazu sind immer wieder geeignete Möbel notwendig. Diese aufzutreiben, sei nicht immer einfach: «Manchmal braucht es Glück.»

Erhöhtes Wohnzimmer soll Familienidylle kitten

Die Theaterbühne in der Aula vom Schulhaus Oberdorf sei sehr breit und für grosszügige Bühnenbilder ideal. Da sie nicht allzu tief sei, bleibt bei einem Umbau wenig Platz, meint Küttel. Dieses Jahr war der gelernte Zimmermann besonders gefordert. Das Wohnzimmer der Familie Tobler ist leicht erhöht und verlangte von der Bautruppe einen soliden Unterbau. Denn in diesem Wohnzimmer soll auch die Familienidylle der Familie Tobler wiederum ein solides Fundament erhalten.

Das Stück «Äs Jubiläum» feiert am 20. Oktober Premiere. Die letzte der elf Aufführungen findet am 17. November statt. Billette gibt es unter www.theaterbueren.ch

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