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Uneinig über richtige Form: Nun wird Fasnachtseröffnung Hergiswil aufgesplittet

Die beiden Guuggenmusiken in Hergiswil haben sich entschieden, wieder getrennte Anlässe zu veranstalten.
Martin Uebelhart
So eröffneten die Lopper-Gnome (links) und Schärbähufä 2018 die Fasnacht gemeinsam.(Bild: Kurt Liembd, Hergiswil, 6. Januar 2018)

So eröffneten die Lopper-Gnome (links) und Schärbähufä 2018 die Fasnacht gemeinsam.(Bild: Kurt Liembd, Hergiswil, 6. Januar 2018)

Seit rund drei Jahrzehnten gab es in Hergiswil die Fasnachtseröffnung. Gab, denn die Ausgabe 2019 war die letzte in dieser Form. Zu den besten Zeiten habe man am Anlass 4500 zahlende Besucher gezählt, sagt Fabian Blättler. Er ist Tambourmajor der Guuggenmusik Lopper-Gnome und war zuletzt zuständig für das Marketing der Fasnachtseröffnungen. «In den vergangenen Jahren war es vielleicht noch ein Zehntel davon», so Blättler im Gespräch mit unserer Zeitung.

Seit 2011 war auch die andere Hergiswiler Guugge Schärbähufä bei der Organisation mit dabei. «In den vergangenen Jahren haben wir viel ausprobiert, um den Anlass zu retten», hält Fabian Blättler fest. Zum Beispiel die Änderung der Altersgrenze von 16 auf 18, eine stärkere Ausrichtung auf Ü30, ein anderes kulinarisches Konzept und einen anderen Ort. Das alles mit dem Ziel, neue Besuchergruppen für den Anlass zu erwärmen.

Hohe Anzahl Anlässe sorgt für Besucherrückgang

Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen haben sich die beiden Guuggen zusammengesetzt und über die Zukunft der Fasnachtseröffnung diskutiert. «Wir hatten unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Fasnachtseröffnung aufgezogen werden soll», sagt Adrian Gander, Vizepräsident der Schärbähufä. Einig sind sich Fabian Blättler und Adrian Gander, dass die grosse Anzahl der Anlässe, die es mittlerweile zwischen Dezember und der Fasnacht gibt, mit ein Grund für den Besucherrückgang sind.

Die beiden Vereine haben beschlossen, die Fasnachtseröffnung in diesem Rahmen nicht mehr weiterzuführen. Die beiden Guuggenmusiken werden ihre Anlässe wieder getrennt durchführen, wie das schon vor 2011 der Fall war.

Die Lopper-Gnome veranstalten einen zweitägigen Anlass, an dem sie im kommenden Jahr auch noch gleich ihren 55. Geburtstag feiern. Festgehalten wird an der Schlagerparty am Freitagabend – im kommenden Jahr ist das der 10. Januar. Die eintrittsfreie Veranstaltung lockt jeweils 800 Besucherinnen und Besucher an. «Am Samstag gibt es das ‹GuggUp›, eine Art Warm-up für die Fasnacht von 11 bis 18 Uhr», so Blättler. Es gibt eine Live-Band, sechs Guuggenmusiken und ein Gratis-Mittagessen. Er ist überzeugt, dass die Lopper-Gnome mit dem neuen Konzept für einen kostenlosen Anlass in einem kleineren Rahmen Besucherinnen und Besucher anlocken kann.

Fast nahtlos schliessen die Festpläne der Schärbähufä-Guugge an. «Planet Schärbähufä» soll alte Erinnerungen wecken, denn unter diesem Motto wurde schon vor der gemeinsamen Zeit mit den Lopper-Gnomen gefeiert. «Wir haben am Samstag eine Eröffnung für alle um 17 Uhr, ab 18 Uhr spielen acht Guuggenmusiken aus Nidwalden und der Zentralschweiz.»

Junge Fasnächtler sollen nach Hergiswil finden

Am Abend setzt Schärbähufä weiterhin auf Eintritt – und aufgrund des Jugendschutzes auf eine Altersgrenze von 16 Jahren. «Ab 20 Uhr kostet der Eintritt fünf Franken», sagt Adrian Gander, der als OK-Präsident amtet. Das ist deutlich günstiger als die 18 Franken, die zuletzt der Eintritt zur Hergiswiler Fasnachtseröffnung gekostet hat. Schärbähufä wird den Besuchern zwei grosse Barwagen, eine Kaffeestube und Unterhaltung bieten.

Man wolle insbesondere die Jungen zurückholen, betont Adrian Gander. Sie seien die Zukunft der Fasnachtskultur. «Jemand, der mit 16 oder 17 Jahren nicht an die Fasnacht geht, weil die Möglichkeiten fehlen, wird auch mit 20 nicht hingehen», ist er überzeugt.

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