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HERGISWIL: Das Lakeside Festival schafft die Wende

Nach einem Jahr Pause begeisterte die 14. Ausgabe des Open Airs am Vierwaldstättersee rund dreitausend Konzertbesucher – vor allem mit regionalen Bands.
Raphael Zemp
Die Besucher geniessen die sommerliche und ausgelassene Stimmung am Lakeside Festival in Hergiswil. (Bild André A. Niederberger)

Die Besucher geniessen die sommerliche und ausgelassene Stimmung am Lakeside Festival in Hergiswil. (Bild André A. Niederberger)

Raphael Zemp

«Super, dass dieses Festival wieder durchgeführt wird!» Die Hergiswilerin Fabienne Walker (28) strahlt. Vor ihr projizieren Bühnenscheinwerfer bunte Muster in die Zuschauermenge, hinter ihr zeichnen Bürgenstock, Rigi und Co. einen zackigen Horizont in den fahlblauen Sommernachtshimmel. Mit sanften Wellen streichelt der bleierne Vierwaldstättersee die Ufermauer, unbeeindruckt vom Festivaltrubel. «Diese Lage ist einfach der Hammer! Und erst recht die Stimmung!», schwärmt Walker.

Ein Fan wird mitgerissen. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Die Stimmung ruft nach einem Linedance. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Palko!Muski (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Palko!Muski (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Pflegeleicht (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
In Musik – und grünes Licght – getaucht. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Für sie stimmts! (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Klatschonkels. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Flaig (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Brasscode (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
HebDiDe (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Pflegeleicht (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
HebDiDe (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Brasscode (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Gemütlichkeit m Abend auf der Wiese. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Diese Musik kommt beim Publikum an. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Manifestation für Trompetenbläser. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
PMP (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Ein junges Gehör schützt sich. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Fanen wie früher, weisch. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Der Dampfer fährt vorbei. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Das Publikum winkt der Band. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Pflegeleicht (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Palko!Muski (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Flaig (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Die Spielpause wird mit einer Spielpause überbrückt. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Das Lake Side Festival schwimmt obenauf. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Brasscode (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Dieser Besucher will unbedingt am Ball bleiben. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Impressionen (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
HebDiDe (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Palko!Muski (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Prosten mit Getränken im Kaffee-Becher. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Besucherinnen und Besucher gerniessen die Abendstimmung am See. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Gemütlichkeit unter Bäumen. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Flaig (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
HebDiDE (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
HebDiDE (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Brasscode (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
Impressionen (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)
40 Bilder

Das war das Lakeside Festival

«Ambiente ist ausgezeichnet»

Direkt am Vierwaldstättersee neben der Schiffsanlegestelle, wo am Samstagnachmittag noch geplanscht und sich auf Badetüchern gesonnt hatte, drängt sich nun das Konzertpublikum. Unter farbigen Lichterketten und ausladenden Kastanienbäumen wird angeregt geplaudert, mit Bier angestossen, im Rhythmus der Musik gewippt. Vor der Bühne hat sich ein dichtes Knäuel gebildet. Dort steppt der Bär, wirbeln Hände und Haare zu treibenden Hip-Hop-Beats durch die Luft.

Mirjam Rohrer (32) aus Sarnen erfreut sich an diesem Treiben aus einiger Distanz. Sie ist nicht zum ersten Mal hier, aus gutem Grund: «Das Ambiente ist einfach ausgezeichnet.» Alle seien entspannt und einfach nur gut drauf. «Was will man mehr?» Rundum zufrieden ist auch Stefanie Schläger (35), die aus dem weit entfernten deutschen Hessen hierhergefunden hat – «ein Freund hat mich auf diesen Anlass aufmerksam gemacht». Sie ist zum ersten Mal am Lakeside Festival und dass sie den Mundart-Rap, der von der Bühne schallt, kaum versteht, vermag ihre Begeisterung für die Musik und den Anlass nicht zu trüben.

Schwere Zeiten überwunden

Auch Stunden nach Sonnenuntergang sind die Temperaturen noch sehr sommerlich, kein Wölkchen ist am klaren Sternenhimmel auszumachen. «Diese perfekten Open-Air-Bedingungen entschädigen für vieles», meint Pascal Blätt ler, der sichtlich erleichterte Programmchef des Lakeside Festival. «Es ist der absolute Wahnsinn. Einfach perfekt.» Ganz und gar nicht lustig seien hingegen die vergangenen zwei Jahre gewesen: Das Open Air 2014, das im Dauerregen sprichwörtlich unterging, die 75 000 Franken Schulden, die ungewisse Zukunft. «So etwas hatte ich bis dahin noch nicht erlebt», gesteht Blättler, der sich seit nunmehr fünfzehn Jahren ehrenamtlich für «sein» Festival aufopfert. Dieser «Riesenchrampf» sei nun zum Glück vorbei, die Wende zum Besseren vollzogen. Blättler setzt an und geniesst sichtlich einen langen, wohlverdienten Schluck von seinem kühlen Bier.

3000 Besucher in drei Tagen

Nach einem Jahr Pause hat sich das Festival nun zurückgemeldet – mit einem deutlich kleineren Budget und einem neuen Konzept. Die Organisatoren haben sich von grossen, internationalen Stars verabschiedet und auf Schweizer Bands beschränkt, die überwiegende Mehrheit der Acts kommt aus der Region. «Wir wollen ein Festival von und für die Leute aus der Region sein», erklärt Blättler. Es brauche keine grossen, bekannten und teuren Acts, findet auch die Hergiswiler Konzertbesucherin Walker. «Besser klein, aber fein.» Dreitausend Konzertbesucher in drei Tagen waren wohl ähnlicher Ansicht. «Dieses Jahr werden wir bestimmt schwarze Zahlen schreiben», freut sich Blättler.

Wermutstropfen Nachwuchs

Die regionale Ausrichtung des Lakeside Festival wollen die Organisatoren auch für künftige Ausführungen beibehalten. Trotz Budgetabspeckung wird dabei aber wieder einiges an Arbeit anfallen. Auch Programmchef Blättler wird wieder tatkräftig mit anpacken – bisweilen zum Leidwesen seiner Freundin. «Wenn nötig mach ich das bis 65.» Lieber wäre ihm allerdings, wenn vermehrt Junge nachrücken würden. «Bei aller Freude über den diesjährigen Erfolg: Unser Team braucht motivierte Neuzugänge!»

Lakeside Festival: Weitere Bilder finden Sie unter www.nidwaldnerzeitung.ch/bilder

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