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HERGISWIL: Der Gemeinderat lud am Samstag zum Talk ein

Was in Stans das Bürger-Café auf dem Dorfplatz ist, gibt es nun auch in Hergiswil. Der Gemeinderat lud erstmals zu einem öffentlichen Talk über aktuelle Fragen ein.
Kurt Liembd
Gemeindepräsident Remo Zberg (links) im Gespräch mit alt Landrat Josef Blättler. (Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 9. Dezember 2017))

Gemeindepräsident Remo Zberg (links) im Gespräch mit alt Landrat Josef Blättler. (Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 9. Dezember 2017))

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Hergiswil kommuniziert klar», dies steht im Leitbild 2030 der Gemeinde. Damit dieser Anspruch keine leere Worthülse bleibt, lud der Gemeinderat am Samstag erstmals zu einem Talk-Anlass ein, um den Bürgern und Bürgerinnen Rede und Antwort zu stehen. Nebst dem vollzähligen siebenköpfigen Gemeinderat und der Gemeindeschreiberin fanden zwar nur 15 weitere Personen den Weg ins Glasi-Restaurant Adler, doch zeigten sich diese interessiert und engagiert.

Einleitend orientierte Gemeindepräsident Remo Zberg, dass die Exekutive Anfang Dezember eine zweitägige Klausur in Eich am Sempachersee ab­gehalten hat. Themen dieser ­Klausur waren unter anderem Wärmeverbund Grossmatt, Sanie­rung der Badi, neuer Spielplatz beim Schulhaus Dorf, Investitionsplanung, Neugestaltung Dorfplatz und Wasser-/Abwasser-Reglement. Zudem gab Remo Zberg bekannt, dass demnächst ein neuer Gesamtschulleiter gewählt werde. Die Ausschreibung sei auf positives Echo gestossen, es seien 17 Bewerbungen eingegangen. Danach war die Reihe an den Bürgern, welche mehrere Themen vorbrachten, die ihnen unter den Nägel brennen.

Verkehrssituation inakzeptabel

Das Spektrum reichte von Mobilfunkantennen und Kultur über Verkehrspolitik und Steuerfragen bis zu Alterswohnungen. So bemängelte Bernhard Fenk, dass es in Hergiswil zu wenig Alterswohnungen gebe. Ältere Menschen würden wegziehen, weil sich der Gemeinderat zu wenig für den Bau von Alterswohnungen einsetze. Remo Zberg entgegnete, dass eine kürzliche Umfrage ergeben habe, dass rund 85 Prozent der älteren Leute es vorziehen, möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden zu leben.

Jürg Weber fragte, ob der Gemeinderat in Sachen Verkehrspolitik ein Konzept habe. Darauf Remo Zberg: «Unsere Strategie ist es, dass die Autofahrer bei Staus die Autobahn nicht verlassen». Zu den aktuellen Baustellen im Dorf sagte Zberg, dass die Verkehrssituation in diesem Jahr inakzeptabel war. Kritische Bemerkungen zur Sanierung der Seestrasse gab es auch von Sepp Wettstein, vor allem was die ­Trottoirkanten betrifft. Zum geplanten Projekt «Bypass» sagte Zberg, dass dieses Thema vom Kanton verschlafen worden sei. «Wir brauchen zukunftsgerich­tete Lösungen, und wir sind aktiv daran», erklärte der Gemeindepräsident.

Zu viel und zu wenig Licht

Aldo Policelli wollte wissen, was der Gemeinderat für Velofahrer unternehme, wurde dabei aber ziemlich ernüchtert. Immerhin gab Remo Zberg bekannt, dass ein Veloweg parallel zur Seestrasse angedacht sei. Ein anderer Bürger wollte wissen, ob die Post Hergiswil gefährdet sei, was gemäss Aussagen des Gemeinde­rates nicht der Fall ist. Josef Blättler wollte wissen, weshalb im Gemeindehaus die ganze Nacht das Treppenhaus beleuchtet sei. Das sei nur die Notbeleuchtung, erklärte Zberg, er werde dies aber an die Hand nehmen. Während im Gemeindehaus offenbar zu viel Licht ist, bemängelte Eric Andenmatten, dass nachts an der Lopperstrasse zu wenig Licht sei, da dieses neuerdings abgeschaltet werde. Beim anschliessenden Apéro konnte so noch manche Frage im persönlichen Gespräch mit den zuständigen Gemeinderäten geklärt werden.

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