Hergiswil
Der Steinibach soll weiter geschützt werden

Die Gemeindeversammlung in Hergiswil stimmt über drei Kredite ab. Das Budget soll positiv abschliessen.

Florian Pfister
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Der Steinibach in Hergiswil wurde in den vergangenen knapp 40 Jahren in verschiedenen Etappen im Rahmen des Hochwasserschutzes baulich bearbeitet. Die Arbeiten umfassten die Gebiete Kohlerrutsch / Sören und Steingraben. Dabei wurden vorwiegend Hangentwässerungen, Forststrassen und Gerinneverbauungen ausgeführt. Nun wurde festgestellt, dass bei zahlreichen Objekten die Lebensdauer erreicht und die vorgesehene Schutzfunktion nicht mehr vollumfänglich erfüllt ist.

Die Sanierung am Steinibach in Hergiswil im Jahr 2016.

Die Sanierung am Steinibach in Hergiswil im Jahr 2016.

Archivbild: NZ

Nun sollen der Steinibach und seine Zuflüsse weiter saniert werden. Hauptsächlich sollen in verschiedenen Etappen von 2022 bis 2030 Holzkännel ersetzt und einzelne Holzsperren in Stand gesetzt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Franken. Von Bund und Kanton seien Subventionsbeiträge von etwa 60 Prozent der Kosten zu erwarten. Damit das Projekt realisiert werden kann, muss die Gemeindeversammlung vom 23. November den Projektkredit gutheissen.

Auch am Seeufer gibt es Mängel

Das nächste Projekt findet sich direkt am See. Am Kurplatz droht die Seeufermauer abzurutschen. Das Seeufer soll daher für rund 330'000 Franken revitalisiert werden. Je nach Höhe der Unterstützung von Bund und Kanton belaufen sich die effektiven Kosten für die Gemeinde zwischen 66'000 und 132'000 Franken.

Weiter zur Abstimmung steht der Ersatz des Kleinlöschfahrzeugs der Feuerwehr. Die Lebensdauer des knapp 30-jährigen Modells geht langsam dem Ende entgegen. Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, beantragt der Gemeinderat, dem Kredit von rund 450'000 Franken zuzustimmen.

Für das kommende Jahr rechnet die Gemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 3,1 Millionen Franken bei einem Ertrag von 42,8 Millionen Franken. Dies sei laut Gemeindepräsident Remo Zberg auf eine sehr gute Ausgabendisziplin zurückzuführen. «Sowohl Personalkosten als auch Sachaufwand sind stabil.»

Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung, den Steuerfuss bei den natürlichen Personen für das Jahr 2022 auf 1.49 Einheiten zu lassen und einen Steuerrabatt von 0.15 Einheiten auf die Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen zu gewähren.

Kirchgemeinde rechnet mit Minus

Nach zwei Einbürgerungsgesuchen wird über den vorzeitigen Rücktritt von Gemeindepräsident Remo Zberg (FDP) auf den 30. Juni 2022 befunden. Zberg wurde 2010 in den Gemeinderat und als Gemeindepräsident gewählt. Als Gemeindepräsident ist Remo Zberg bis 2022 und als Mitglied des Gemeinderates bis 2024 gewählt. Sein Rücktritt erfordert eine Ersatzwahl in den Gemeinderat.

Im Anschluss an die Versammlung der politischen Gemeinde findet die Kirchengemeindeversammlung statt. Hier wird über das Budget befunden. Die Kirchgemeinde rechnet mit einem Minus von rund 570'000 Franken.

Gemeindeversammlungen Hergiswil: Dienstag, 23. November 2021, ab 19.30 Uhr, Loppersaal Grossmatt.

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