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HERGISWIL: Diskussionen um Friedhof

An der Gemeindeversammlung sorgte ein Reglement für Diskussionen. Die Bürger bestimmten Änderungen.
Friedhof Unterdorf in Baar mit Gräbern. (Bild: Stefan Kaiser (ZZ))

Friedhof Unterdorf in Baar mit Gräbern. (Bild: Stefan Kaiser (ZZ))

An der Gemeindeversammlung vom Dienstag unterlag der Hergiswiler Gemeinderat bei zwei Anträgen, die aus der Bevölkerung kamen und mit grossem Mehr gutgeheissen wurden. Es betrifft die Totalrevision des Friedhofreglements, welche durch die Schaffung des neuen Gemeinschaftsgrabes «Birkenhain» nötig wurde. Auslöser für eine längere Diskussion waren zwei Änderungsanträge der CVP, die durch Landrätin Karin Costanzo gestellt worden waren.

Es ging um Urnen-Reihengräber. Während es gemäss jetzigem Reglement von 2007 möglich ist, in einem solchen Reihengrab zwei Urnen beizusetzen, schlägt der Gemeinderat nun vor, nur noch eine Bestattung im selben Grab zu erlauben. Das kam bei der Bevölkerung nicht gut an. Karin Costanzo verwies auf Situationen von Ehepartnern, die kurz hintereinander sterben, oder den Fall, wenn eine Mutter mit ihrem Kind sterben sollte. Unterstützung erhielt der Antrag von Bernhard Fenk und alt Gemeinderat Alois Blättler. Als Gemeindepräsident Remo Zberg darauf sagte, das sei gemäss einer Vorprüfung durch den Kanton nicht möglich, schritt alt Gemeindeschreiber Werner Marti ans Rednerpult. «Es geht nicht an, dass Juristen des Kantonalen Rechtsdienstes in Stans über unseren Hergiswiler Friedhof befinden», sagte Marti, der früher in seiner beruflichen Tätigkeit während 20 Jahren selbst Verwalter des Hergiswiler Friedhofs war. Das schlug ein. Mit 181 zu 18 Stimmen wurde der Antrag der CVP gutgeheissen.

Zweiter Antrag ebenfalls angenommen

Ein zweiter Antrag der CVP betraf die Regelung, dass Grabkreuze beim Gemeinschaftsgrab so lange stehen bleiben dürfen, bis die Inschrift angebracht ist. Der Gemeinderat wollte diese Frist auf drei Monate beschränken. Die CVP hingegen will die bisherige Regelung stehen lassen, allerdings mit der Ergänzung «längstens vier Monate», was mit 179 zu 18 Stimmen deutlich angenommen wurde. Mit diesen zwei Änderungen wurde das Friedhof­reglement in der Schlussabstimmung klar angenommen.

Diskussionen gab es an der Versammlung auch betreffend die Sanierung der «Alten Telefonzentrale» und deren Umfunk­tionierung in ein Pfadilokal. ­Anwohner Roland Limacher kritisierte die mangelnde Kommunikation durch den Gemeinderat. Bereits im Vorfeld hatte es vereinzelt Kritik im Zusammenhang mit der Kündigung der Kunstateliers, welche bisher dort einquartiert waren, gegeben. Allerdings haben inzwischen alle Künstler einen Ersatz für ihre Ateliers gefunden.

Ehrung für Skiclub Hergiswil

Weiter wurde an der Gemeindeversammlung bekanntgegeben, dass der Skiclub Hergiswil für seine Jugend- und Vereinsarbeit den Anerkennungspreis 2018 erhält. Die Ehrung findet am 2. Januar im Rahmen des öffentlichen Neujahrs-Apéros statt. Im Übrigen orientierte Gemeindepräsident Remo Zberg, dass die gegenwärtige «Baustellen-Situation» in Hergiswil vorläufig kein Ende habe. «Es gibt keine Entwarnung bis 2024.»

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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