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HERGISWIL: Doppelspur mit Haltestelle wird teurer

Jetzt steht das detaillierte Projekt für den Doppelspurausbau Schlüssel–Matt. Doch das hat seinen Preis. Der Landrat muss über einen Zusatzkredit abstimmen.

Zug um Zug gehts vorwärts beim Doppelspurausbau Hergiswil. Der Landrat befindet an seiner nächsten Sitzung vom 12. April über das detaillierte Projekt für den Abschnitt Schlüssel beim Tunnelportal Haltiwald bis zur S-Bahn-Station Hergiswil Matt. Die Linie wird auf zwei Spuren ausgebaut, aber im Gegensatz zu früheren Plänen auf dem bisherigen Niveau belassen. Der neue, rund 500 Meter lange Doppelspurabschnitt spielt eine wichtige Rolle im Zugsverkehr der Zentralbahn.

Idealerweise können ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 alle S-Bahn-Züge in Hergiswil Matt wieder halten, was seit Ende 2013 nicht mehr möglich war, als die Zentralbahn den Viertelstundentakt zwischen Hergiswil und Luzern einführte. Doch die Angebotsverbesserungen haben ihren Preis.

Haltestelle Matt kostet rund 8 Millionen Franken

Das Auflageprojekt rechnet mit Kosten von 38,3 Millionen Franken. Die Gelder, die der Kanton Nidwalden bisher für den Zentralbahnausbau Luzern–Hergiswil gesprochen hat, das sind 25 Millionen Franken total, reichen nicht aus. Es fehlen rund 2,5 Millionen Franken. Dazu kommt eine halbe Million Franken Reserve, sodass dem Landrat ein Nachtragskredit von 3 Millionen Franken unterbreitet wird. 30,1 Millionen Franken sind für den Doppelspurausbau und 8,2 Millionen Franken für die Haltestelle Matt eingesetzt. Das sind 26,3 Millionen Franken oder 220 Prozent mehr gegenüber der ersten Kostenschätzung im Jahr 2008 für den Nidwaldner Abschnitt.

Hanspeter Schüpfer, Bereichsleiter öffentlicher Verkehr beim kantonalen Amt für Mobilität, erklärt die Kostensteigerung unter anderem mit dem Ausbau der Haltestelle, an welcher sich die Kantone Obwalden und Luzern nicht beteiligen, da sie nicht davon profitieren. «Es gibt zwei lange Aussenperrons, damit auch Doppel-S-Bahn-Kompositionen oder bei Bedarf auch Interregios anhalten können.» Auch ein Veloparkplatz ist geplant. Um den Anforderungen des verschärften Behindertengleichstellungsgesetzes gerecht zu werden, würden die Perrons durch rollstuhlgängige Rampen verbunden und die Unterführung angepasst.

Weitere Gründe für die Mehrkosten waren der Hochwasserschutz und der Landerwerb, da man gegenüber früheren Versionen die Linienführung leicht begradigt. Die landrätliche Kommission für Bau, Planung, Landwirtschaft und Umwelt spricht sich einstimmig für den Zusatzkredit aus, die Finanzkommission grossmehrheitlich. Sagt auch der Landrat Ja, wird das Projekt aufgelegt. Andernfalls müsste es laut Schüpfer redimensioniert werden.

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

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