HERGISWIL: Dorfkomödie entführt in die 80er

Bei der Jungmannschaft öffnet sich der Vorhang zur neuen Theaterproduktion. Mit dem Stück «Am Götz si Schtellverträtter» bietet das Ensemble beste Unterhaltung.

Rosmarie Berlinger
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Auf dem Polizeiposten ist Albert Götz (Remo Bachmann) mit den Lebenskünstlern Fredi Nobel (Gianluca Di Sante) und Lorenz Berlichinger (Matthias Grimm) beschäftigt. (Bild: Rosmarie Berlinger (Hergiswil, 4. Januar 2017))

Auf dem Polizeiposten ist Albert Götz (Remo Bachmann) mit den Lebenskünstlern Fredi Nobel (Gianluca Di Sante) und Lorenz Berlichinger (Matthias Grimm) beschäftigt. (Bild: Rosmarie Berlinger (Hergiswil, 4. Januar 2017))

Rosmarie Berlinger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Was wäre, wenn es die Juma nicht gäbe»? «Was wäre, wenn man im Januar mit der jeweils neuen Theatereinstudierung nicht einen der unterhaltsamsten Abende des Jahres erleben dürfte»? Diese und weitere Gedanken macht sich Markus Blättler, Präsident der Jungmannschaft Hergiswil, kurz Juma genannt, im Programmheft zur neuen Produktion. Mit dem Theaterstück «Am Götz si Schtellverträtter» von Jean Meyer entführt das Ensemble in die Zeit der 80er-Jahre. Die lustige Dorfkomödie in vier Akten – sie verdient diese Bezeichnung tatsächlich – überzeugt mit abwechslungsreicher Handlung und zwei verschiedenen Bühnenbildern. «Dem Besucher präsentiert sich ein Stück mit interessanten Charakteren, frechen Sprüchen und witzigen Szenen», verrät Regisseur Simon Lang. Er hat der Komödie mit ­seiner Regiearbeit den Stempel aufgedrückt, sodass erneut eine verblüffende Theaterinszenierung in «jungmannschaftlicher Manier» über die Bühne geht.

Jassrunde erteilt dem Dorfpolizisten eine Lektion

Als Schauplätze dienen der Geschichte einerseits ein nicht ge­rade freundlich eingerichtetes Büro, nämlich der örtliche Polizeiposten, sowie ein typisches Dorfrestaurant anderseits. Problem und Ärger liefert der selbstherrliche und in der Amtsausübung schikanöse Polizist Götz, dem aus Sicht der Lopperdorf-Jassrunde mal eine gehörige, einschneidende und bleibende Lektion verpasst werden soll. So wird in der Dorfbeiz ein ausgeklügelter Plan ausgeheckt, der während einer vermeintlichen Studien­reise von Polizist Götz nach Hamburg in volle Fahrt kommt.

Wer vertritt den Abwesenden während seiner Reise? Was stellt «am Götz si Schtellverträtter» in seiner temporären Tätigkeit auf dem örtlichen Polizeibüro an, und was erwartet Götz bei seiner Rückkehr aus Hamburg? Diese Fragen beantwortet das köstliche und turbulente Stück auf höchstem Unterhaltungsniveau. Nur so viel sei verraten: Die beiden Lebenskünstler Fredi Nobel (Gianluca Di Sante) und Lorenz Berlichinger (Matthias Grimm) spielen dabei eine wesentliche Rolle, die sie souverän meistern.

Sie wollen das letztjährige Stück noch übertreffen

Sieben Männer beherrschen bei dieser amüsanten Komödie das Spielfeld. Angeführt von Polizist Albert Götz (Remo Bachmann), den Jassrundekollegen Bruno (Riccardo Costanzo), Karl (Jonas Odermatt), Max (Navin Bucher) und Heiri (Philipp Ineichen) sowie den bereits genannten Fredi Nobel und Lorenz Berlichinger, begeistern alle mit viel Spielfreude und souveräner Bühnenpräsenz. Doch sind es drei Frauen, welche die Männerherrschaft auf bekömmliche Art und Weise zu würzen vermögen. Zita Durrer als Haushälterin Ida Sausefein, Claudia Kaiser in der Rolle als Wirtin und Petra Effinger als ­Partynudel Olga Spreitzfuss bereichern das bekömmliche Theatermenü grossartig.

«Wir hoffen, mit dem neuen Stück dasjenige vom Vorjahr, ‹d’Weschweyber›, toppen zu können», freut sich Mathias Blättler, OK-Präsident, auf die Spielzeit. Die Juma bietet nebst dem Theatervergnügen eine leistungsfähige Festwirtschaft und Küche mit traditionellen Spezialitäten.

Hinweis

Aufführungen am 6./7./11./13./14./ 18./20./21. Januar um 20 Uhr im Loppersaal in Hergiswil. Tickets können reserviert werden von Montag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr unter Telefon 041 632 30 30 oder online unter www.jumahergiswil.ch