Hergiswil
Ein Konzert voller Melancholie und Emotionen

Im Rahmen der Klassikreihe Seeklang haben fünf junge Musiker ihr Talent bewiesen.

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(pd/lur)

Was am späten Sonntagmorgen die – pandemiebedingt – 50 Konzertbesucher in der Aula Grossmatt erleben durften, war nicht nur beeindruckend schön, sondern auch voller Melancholie und Emotionen. Das während des Lockdowns neu gegründete Onyx-Trio mit Jesper Gasseling an der Violine, Elodie Théry am Cello und Marija Bokor am Klavier spielte zu Beginn ein frühes Meisterwerk von Sergej Rachmaninow, das Klavier-Trio Nr. 1 in g-Moll. Die Zuschauer waren hingerissen von dieser hoch expressiven Musik und verdankten dies den jungen Solisten mit lang anhaltendem Applaus.

Das Onyx-Trio in Aktion, unterstützt von den beiden Streicherinnen.

Das Onyx-Trio in Aktion, unterstützt von den beiden Streicherinnen.

Bild: PD

Das «Pièce de résistance» folgte im zweiten Teil des gut einstündigen Konzerts mit dem Klavierquintett Nr. 2 A-Dur des böhmischen Komponisten Antonin Dvořák. Dazu wurde das Trio verstärkt mit zwei herausragenden Solisten, welche ebenfalls – wie Dvořák in Böhmen – im heutigen Tschechien aufwuchsen und in Luzern promovierten. Lucie Koci an der Violine und Lenka Bonaventurova an der Viola gastierten zum ersten Mal in Hergiswil. Koci spielte unter anderem 2019 als Solistin Glazunovs Violinkonzert mit dem Luzerner Sinfonieorchester im KKL. Bonaventurova debütierte ebenfalls mit mehreren Orchestern in der Schweiz, unter anderem mit der Jungen Philharmonie Zentralschweiz. Gute Voraussetzungen waren für das erste Zusammenspiel mit dem Onyx-Trio also gegeben.

Heimweh nach Böhmen

Gleich zu Beginn des Stückes konnten sich die fünf jungen Musiker auf hohem Niveau präsentieren. Melancholie, Heimweh nach Böhmen – die tragende Melodie bereits im ersten Satz sowie die klaren Einsätze von Cello und Klavier, zusammen mit den beiden Violinen und der Viola waren beeindruckend. Dvořák und die Solisten überzeugten – man könnte auch sagen, sie spielten nahe der Perfektion.