HERGISWIL: Einsprache gegen Zentralbahn eingereicht

Der Gemeinderat von Hergiswil hat sich einstimmig für eine Einsprache gegen das Ausbauprojekt der Zentralbahn auf Hergiswiler Boden ausgesprochen.

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Zentralbahn bei der Station Hergiswil Matt - der Gemeinderat würde sie lieber im Tunnel sehen. (Robert Hess/Neue OZ)

Zentralbahn bei der Station Hergiswil Matt - der Gemeinderat würde sie lieber im Tunnel sehen. (Robert Hess/Neue OZ)

Der Hergiswiler Gemeinderat hat am Freitag Einsprache gegen den geplanten Ausbau der Zentralbahn zwischen Hergiswil Schlüssel und Matt eingereicht. Wie die Gemeinde mitteilt, hat auch der Schulrat diesen Schritt unterstützt, der als Grundeigentümer von den Massnahmen betroffen ist.

Im Frühling hatte sich der Gemeinderat für den Volltunnel eigesetzt. Nun seien die Bauprofile ausgesteckt worden und diese würden «die schlimmsten Befürchtungen» bestätigen, heisst es in der Mitteilung. Die neue Bahnlinie solle «mitten in der Wohnzone um 1,4 Meter höher gelegt und im Abstand von zwei Metern an bestehenden Häusern vorbeigeführt werden.» «Tieferlegung Zentralbahn» sei damit nicht der richtige Name für dieses Projekt, meint der Gemeinderat.

«Nicht frühzeitig in Kenntnis gesetzt»
Der Gemeinderat von Hergiswil ärgert sich über diese «massive Erhöhung des Bahntrassees» auch deshalb, weil er darüber «nicht frühzeitig in Kenntnis gesetzt wurde», wie es weiter heisst. Daher verlange der Gemeinderat in seiner Einsprache, dass der geplante Doppelspurausbau mit einem Tunnel umgesetzt werde.

Der Gemeinderat Hergiswil fordert die Projektverantwortlichen auf, der erweiterten Doppelspur auf dem erhöhten Trassee Alternativen entgegenzustellen und die Tunnelvariante noch einmal zu prüfen. Grundsätzlich befürworte der Rat aber den Ausbau und die Angebotserweiterung.

ana