HERGISWIL: Er ist auch mit 90 noch bestens in Form

Alois Durrer war der jüngste Bankverwalter aller Zeiten. am (heutigen) Samstag wird er 90-Jährig. Sein politisches und gesellschaftliches Engagement ist schlicht verblüffend.

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Kann noch immer das Kleindgedruckte ohne Brille lesen: Alois Durrer. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

Kann noch immer das Kleindgedruckte ohne Brille lesen: Alois Durrer. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

«Ärgere dich nicht, verwundere dich bloss», so das Lebensmotto von Alois Durrer. Sein Motto ist keine Floskel, er lebt es wirklich. Das weiss jeder, der ihn kennt. In seiner heimeligen Wohnung am Idyllweg, die er mit seiner Frau Maria, geborene Bünter, bewohnt, findet man viele Spuren eines bewegten Lebens und geistig viel Anregendes. In einem Regal stehen zum Beispiel alle Ausgaben des Nidwaldner Kalenders von 1860 bis 2008. Alle 148 Kalender hat er in den letzten Jahren gelesen und thematisch zusammengefasst. Ohne Computer, dafür auf seiner bewährten Hermes-Schreibmaschine.

Bei den ältesten Kalendern kamen ihm seine Kenntnisse der altdeutschen Schrift zugute. Eins seiner Hobbys sind denn auch die altdeutschen Schriften. Noch heute wird Alois Durrer von der Gemeinde gerufen, um alte Verträge zu entziffern. So auch kürzlich bei den Wasserverträgen mit der Stadt Luzern aus dem Jahre 1873. Ein anderes Hobby sind Gedichte, von denen er mehrere hundert verfasst hat. Dazu gehörten während vieler Jahre auch die Älplersprüche.

Ein 17-jähriger Bankverwalter
Im Zentrum seines Lebens stand jedoch die Raiffeisenbank. Während 49 Jahren, von 1935 bis 1984, arbeitete Alois Durrer bei diesem Bankinstitut. Nach einer Lehre auf der Raiffeisenkasse Dallenwil übernahm er diese im Jahre 1935 von seinem Vater, der im gleichen Jahr mit erst 62 Jahren verstarb. Da Alois erst 17 Jahre alt war, und damit wohl der jüngste Bankverwalter aller Zeiten, brauchte er vom Kanton eine Beglaubigung. 1948 übernahm er die Raiffeisenbank Hergiswil, die er während 36 Jahren führte, davon 32 Jahre lang im Einmannbetrieb.

Ältere Hergiswiler erinnern sich an jene Zeiten, als Alois Durrer die Bankgeschäfte handschriftlich abwickelte ohne Schreibmaschine und ohne Rechner. Anfang Jahr wurden jeweils die Zinsen auf den Kassenbüchlein von Hand ausgerechnet und handschriftlich eingetragen.

Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.