Hergiswil
Ortsbus fährt weiter – aber immer noch testweise

Der Testbetrieb für den Hergiswiler Ortsbus wird um zwei weitere Jahre verlängert. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Kredit von 920'000 Franken zu.

Matthias Piazza
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Fährt mindestens bis Ende 2023: Der Hergiswiler Ortsbus, hier unterwegs auf der Sonnenbergstrasse.

Fährt mindestens bis Ende 2023: Der Hergiswiler Ortsbus, hier unterwegs auf der Sonnenbergstrasse.

Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 14. Mai 2021)

Es ist schon ein gewohntes Bild in Hergiswil. Seit dem 1. März des vergangenen Jahres halten die S-Bahn-Züge wieder in Hergiswil Matt. Und seit diesem Tag fährt ein Gratisbus die beiden Hergiswiler Bahnhöfe und die verschiedenen Quartiere in der Gemeinde an – allerdings befristet. Die Hergiswiler genehmigten an der Gemeindeversammlung im November 2019 einen Kredit von 955'000 Franken für einen Testbetrieb bis Ende dieses Jahres. Nun wird der Testbetrieb um zwei weitere Jahre verlängert. Dafür genehmigten die rund 150 Hergiswiler an der Gemeindeversammlung vom Dienstag diskussionslos einen Kredit über 920'000 Franken. «Die Frequenzen sind gestiegen, aber nicht so stark wie gewünscht. Das dürfte wohl auch darauf zurückzuführen sein, dass wegen Corona die Leute weniger unterwegs waren», begründete Gemeindepräsident Remo Zberg, warum sich der Gemeinderat statt der Einführung des definitiven Betriebs oder der Einstellung für diesen Kompromiss entschlossen hatte.

Dabei soll nicht einfach der bestehende Testbetrieb unverändert verlängert werden. Der Gemeinderat prüft derzeit, die Route so anzupassen, dass man mit dem Bus auch zur Badi und zur Hirsernstrasse fahren kann. Zudem sollen die Stationen auf der (möglicherweise leicht geänderten) Buolterli-Tour statt im Stunden-, künftig im Halbstundentakt bedient werden. Damit erhoffe er sich eine Steigerung von aktuell rund 1000 auf gegen 1700 Passagiere pro Woche auf der gesamten Route.

Genehmigt wurde auch die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 2,2 Millionen Franken bei einem Ertrag von 40,9 Millionen Franken.

Schutzbauten können saniert und verstärkt werden

Zudem kann der Gemeinderat die Schutzbauten beim Steinibach im Gebiet Kohlenrutsch, Sören und Steingraben sanieren und verstärken. Die Hergiswiler stimmten diskussionslos dem Bruttokredit von 4,7 Millionen zu. Bund und Kanton beteiligen sich daran mit rund 70 Prozent, womit Hergiswil nur etwa 1,4 Millionen zahlen muss.

Auch die Kirchgemeinde genehmigt ihre Rechnung, die bei einem Ertrag von 2,03 Millionen mit einem Gewinn von 411'000 Franken abschloss. Zudem darf der Kirchenrat eine neue Beschallungsanlage für die Pfarrkirche in der Höhe von 69'000 Franken beschaffen.