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HERGISWIL: Grosser Wechsel bei Anschlüssen

Die Gemeinde revidiert ihr Wasserversorgungs- und Siedlungsentwässerungsreglement. Die Gebühren sollen damit transparenter werden. Betrieb und Unterhalt der Hausanschlüsse sind neu Sache der Besitzer.
Matthias Piazza
Blick auf Hergiswil. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Blick auf Hergiswil. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Der Hergiswiler Gemeinderat hat sich an seiner Sommerklausur vom vergangenen Wochenende unter anderem intensiv mit dem Wasser auseinandergesetzt – beziehungsweise mit dem entsprechenden Wasserversorgungs- und Siedlungsentwässerungs­reglement. Dieses stammt von 2005, seither haben sich die technischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert. Gemeindepräsident Remo Zberg erwähnt zwei Hauptgründe für die Überarbeitung. «Die aktuellen Gebühren- beziehungsweise Tarifzonenmodelle sind für Verbraucher nur schwer nachvollziehbar. Wir wollen ein trans­parenteres System entwickeln.» Die zweite wichtige Änderung beinhaltet eine Kompetenzverschiebung. Neu ist der Liegenschaftsbesitzer für Bau und Un­terhalt der Hausanschlüsse verantwortlich. Ihm gehört dann auch die Hausanschlussleitung, unabhängig davon, ob diese auf privatem oder öffentlichem Grund liegt. Damit spart die Gemeinde laut Zberg jährlich über 100'000 Franken. Die Anschlussgebühr für den Einkauf in die bestehenden Anlagen bestehe weiterhin. Für den einzelnen Gebührenzahler wirkt sich diese Anpassung laut Zberg eher positiv aus. «Wenn die Gemeinde nicht mehr für den Hausanschluss zuständig ist, verringern sich für den Hauseigentümer auch die Beträge, die er an die Gemeinde abliefern muss.» Die Gebühren für Wasser und Abwasser sollen vorläufig auf dem heutigen Stand beibehalten werden. Mittelfristig werde aber eine Erhöhung auf ein kosten­deckendes Niveau unumgänglich sein.

Hergiswiler befinden voraussichtlich 2018 darüber

Mit dem Systemwechsel beschreitet Hergiswil einen ähn­lichen Weg wie die Mehrheit der Schweizer Gemeinden. Als nächster Schritt werden die vom Gemeinderat genehmigten Reglemente dem Kanton und dem Preisüberwacher zur Stellungnahme eingereicht. Noch in diesem Jahr will der Gemeinderat an einer Veranstaltung die Hergiswiler detailliert über die Neuerungen informieren. Im Frühling 2018 soll die Gemeindeversammlung über die Revision des Wasserversorgungs- und des Siedlungsentwässerungsreglements abstimmen, welche am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll.

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