HERGISWIL: Grossmatt: Sanierung statt Neubau

Das Schulhaus Grossmatt soll für 22 Millionen Franken saniert werden. Und damit den heutigen Anforderungen der Erdbebensicherheit genügen.

Matthias Piazza
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Sanierungsbedürftig: das Schulhaus Grossmatt in Hergiswil. (Bild Matthias Piazza)

Sanierungsbedürftig: das Schulhaus Grossmatt in Hergiswil. (Bild Matthias Piazza)

Als man vor vier Jahren die Sanierung der Turnhalle Grossmatt ins Auge fasste, trat Unerfreuliches zutage: Die Turnhallenkonstruktion und das Schulhaus aus den 1970er Jahren wiesen erhebliche Mängel auf – vor allem in punkto Erdbebensicherheit. So würde das Gebäude den verschärften aktuellen Anforderungen an Erdbebensicherheit nicht mehr genügen. Auch Baumängel brachte ein technischer Bericht ans Licht. Anstelle der geplanten Sanierung wurden als Sofortmassnahme für rund eine halbe Million Franken die Gebäude verstärkt und damit erdbebensicherer gemacht.

Sanierung günstiger als Neubau

Nun sollen die Mängel definitiv behoben werden – mit einer aufwendigen Gesamtsanierung. Diesen Grundsatzentscheid fällte der Hergiswiler Gemeinderat an seiner Klausur von Anfang April. Nicht zur Debatte steht ein Neubau – aus Kostengründen. «Eine Sanierung ist mit 22 Millionen Franken rund einen Viertel günstiger als ein Neubau», erläutert Gemeinderat Marcel Grimm. «Das ganze Schulhaus wird bis auf den Rohbau reduziert und mit Beton und Armierungen verstärkt. Nach der Sanierung hat man praktisch ein neues Schulhaus für die nächsten 40 Jahre.»