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HERGISWIL: Handyantenne muss in die Zusatzrunde

Widerstand gegen Mobilfunkantennen sind im Lopperdorf nichts Neues. Auch gegen ein Baugesuch von Swisscom sind Einsprachen eingegangen – obwohl die Gemeindeversammlung den Standort «genehmigte».
Das Eingangsgebäude zum Parkhaus Allmendli, links die Profilstange für die Antenne. (Bild: Oliver Mattmann (Hergiswil, 27. September 2017))

Das Eingangsgebäude zum Parkhaus Allmendli, links die Profilstange für die Antenne. (Bild: Oliver Mattmann (Hergiswil, 27. September 2017))

Gemessen am heutigen Standard lässt der Handyempfang in Hergiswil stellenweise zu wünschen übrig. Diesem Umstand will die Swisscom mit einer neuen Mobilfunkantenne auf dem Parkhaus Allmendli an der Sonnenbergstrasse entgegentreten. Zwar hatten die Stimmbürger 2007 nach einem veritablen Antennenstreit mit Sunrise entschieden, künftig keine neuen Anlagen mehr auf öffentlichen Gebäuden und Parzellen zuzulassen. Für das Begehren von Swisscom erlaubte die Gemeindeversammlung vor geraumer Zeit aber kommentarlos eine Ausnahme.

Dennoch zeigt sich Gemeindepräsident Remo Zberg «nicht sonderlich überrascht», dass nun gegen das Baugesuch des blauen Riesen zwei Einsprachen von zwei Bürgern eingegangen sind. «Swisscom hat die Möglichkeit, zu den Einsprachen Stellung zu nehmen und gegebenenfalls einen alternativen Standort vorzuschlagen», sagt Zberg zum weiteren Verfahren. Zur Erinnerung: Gerade weil dem Handynetz-Anbieter das Dach des Parkhauses Allmendli – vor zehn Jahren pikanterweise noch Auslöser für eine regelrechte Einsprachenflut wegen der befürchteten Strahlenbelastung – zugesprochen wurde, zog er die Baueingabe für den in der Bevölkerung umstrittenen Standort beim Gasthaus Schlüssel zurück.

Gemeindepräsident ist für Regime vor Abstimmung

Die Gemeinde hat das Swisscom-Gesuch baurechtlich vorgeprüft. Die Rahmenbedingungen scheinen eingehalten zu werden, so Zberg. Das Parkhaus Allmendli liegt in der Bauzone. «Es spricht eigentlich nichts gegen eine Bewilligung, allenfalls mit gewissen Auflagen.» Er möchte dem laufenden Verfahren indes nicht vorgreifen, stellt den Entscheid des Gemeinderats aber noch für diesen Herbst in Aussicht.

Ist die Ausnahmebewilligung für den geplanten Standort nicht ein erster Schritt, den Urnen­entscheid von 2007 rückgängig zu machen? Der Gemeindepräsident verneint: «Eine Aufhebung haben wir bisher nie in Betracht gezogen.» Remo Zberg hält aber auch fest, dass in der jüngsten Vergangenheit von keinen weiteren Anbietern Gesuche für neue Antennen eingegangen sind. Insofern sei das Thema nie auf den Tisch gekommen. Er persönlich hätte allerdings nichts dagegen, wenn das geltende Regime ge­ändert würde. «Wenn Antennen-standorte auf öffentlichem Grund wieder möglich wären, hätte die Gemeinde von Beginn weg mehr Mitspracherecht.» Andernfalls laufe man Gefahr, dass sich solche Gesuche künftig nur noch auf private Grundstücke auslagern.

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

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