HERGISWIL: Hans Wicki eröffnet den Wahlkampf mit Jazz

Nun hat der Wahlkampf für den Ständerat so richtig begonnen. Die FDP zündete mit einem öffent­lichen Fest die erste Stufe.

Kurt Liembd
Drucken
Teilen
Die FDP und Hans Wicki (links) haben in Hergiswil den Wahlkampf eröffnet. Der Stöckli-Ski, überreicht durch Moderator Andy Wolf, steht für das Ziel Ständerat. (Bild Kurt Liembd)

Die FDP und Hans Wicki (links) haben in Hergiswil den Wahlkampf eröffnet. Der Stöckli-Ski, überreicht durch Moderator Andy Wolf, steht für das Ziel Ständerat. (Bild Kurt Liembd)

Mindestens 200 Leute folgten der Einladung der FDP Hergiswil, welche am Freitag zu einer Jazz Night im Festzelt auf dem Rössliplatz einlud. Landrat Philippe Banz, Organisator des Anlasses, überraschte die Besucher mit den beiden Bands Thomy Schneider & Friends und der Bourbon Street Jazz Band. Festwirt Erich Näf und sein Team warteten mit einem Apéro riche auf, und bei lockerer Stimmung direkt am See flossen Bier und Wein in Strömen. Unter den zahlreichen Besuchern traf man nicht nur FDP-Mitglieder, sondern auch Parteilose sowie Leute aus anderen Parteien und Gemeinden. Unter ihnen etwa die Gemeindepräsidenten Hans Kopp (Wolfenschiessen) und Judith Odermatt (Oberdorf), ebenso Landrat Seppi Durrer (Wolfenschiessen), Oberrichter Franz Odermatt (Oberdorf), alt Gemeindepräsidentin Margrit Kopp (Wolfenschiessen), der Stanser Frohsinnvater Eugen Dornbierer, der Grüne Landrat Dominic Starkl aus Stansstad und viele mehr. «Ich werde Hans Wicki meine Stimme geben», verriet Starkl ganz offen. «Aber wir werden ihn noch einem Hearing der Grünen unterziehen».

Freude, Spass und Leidenschaft

Nebst packender Jazzmusik mit New Orleans Jazz, Blues und Dixieland stand der Wahlkampfauftakt von Hans Wicki im Zentrum. «Heute wird eine Rakete gezündet», sagte der Hergiswiler Gemeindepräsident Remo Zberg und erntete bereits mit diesem Satz viel Begeisterung. Ein Raketenstart sei die erste Phase eines langen politischen Fluges, so Zberg. «Mit Hans Wicki ist Nidwalden in Bern hervorragend vertreten. Mit ihm haben wir nicht nur einen Politiker, der dazu fähig ist, sondern auch einen, der mit Freude, Spass und Leidenschaft politisiert.» Zudem stellte Zberg die Frage: «Warum sollen nicht zwei Hergiswiler, nämlich Peter Keller und Hans Wicki, nach Bern, wenn sie die Besten sind, die unser Kanton zu bieten hat?» Als Antwort gabs begeisterten Beifall der Anwesenden.

«Ich bin keine Windfahne»

Hans Wicki, leicht gerührt ob so viel Vorschusslorbeeren, sprach wie immer an solchen Anlässen aus dem Stegreif. «Ich bin keine Windfahne, bin gradlinig und werde mich nicht ändern.» Zur Frage, weshalb es ihn im Ständerat brauche, sagte Wicki: «Wir können es uns nicht leisten, in Bern ineffizient zu sein.» FDP-Kantonalpräsident Ruedi Waser bezeichnet Wicki als «ausgezeichneten Kandidaten» und als «Türöffner in Bern». Zudem wies Waser darauf hin, dass es seit der Gründung des Bundesstaates 1848 eine Premiere wäre, wenn Nidwalden einen FDP-Ständerat stellen würde. Gegenüber unserer Zeitung verriet Hans Wicki, dass sein Wahlkampf nicht darin bestehe, vor Dorfläden oder an Güsel-Entsorgungsstellen hinzustehen, sondern aktiv an grossen Events teilzunehmen.

Wicki im Gastroservice

So wird Wicki am Teffli-Rally in Ennetmoos in der Festwirtschaft seinen Mann im Service stellen. «Ich wurde vom OK angefragt.» Wenn er selbst angefragt hätte, wäre bestimmt eine Absage gekommen, meint Wicki. Auch das Allweg-Schwingfest, die Eröffnung der Oberau-Brücke in Wolfenschiessen und weitere Anlässe stehen in seiner Agenda. Moderator Andy Wolf, der unterhaltsam durch den Abend führte, gelang es, Wicki auch Persönliches zu entlocken. So zum Beispiel, dass er lieber Weisswein statt Cüpli trinke, lieber Polo Hofer als Francine Jordi höre und in jungen Jahren einst Trompete und Es-Horn spielte. Als Geschenk erhielt Hans Wicki einen Stöckli-Ski, wobei die Marke symbolisch dem Berner Stöckli gilt. «Den zweiten Ski erhältst du dann am 18. Oktober nach erfolgreicher Wahl», so Wolf optimistisch.

Kurt Liembd