HERGISWIL: Hergiswil wehrt sich gegen Doppelspurausbau

Die Hergiswiler sind bereit, sich für eine nachhaltige Lösung für den Doppelspur­ausbau der Zentralbahn in Hergiswil zu wehren – notfalls auch vor Bundesgericht.

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Der Doppelspurausbau der Zentralbahn. Rot das erhöhte Trassee der geplanten Spurführung, gestreift das Haus, das abgebrochen werden müsste. (Bild pd)

Der Doppelspurausbau der Zentralbahn. Rot das erhöhte Trassee der geplanten Spurführung, gestreift das Haus, das abgebrochen werden müsste. (Bild pd)

Der geplante Doppelspur-Ausbau der Zentralbahn in Hergiswil stösst auf grossen Widerstand. Rund 200 Einsprachen sind beim Bundesamt für Verkehr in Bern eingegangen, heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderats von Hergiswil.

Tieferlegung statt Damm
Mitte Dezember waren in Hergiswil die Bauprofile für das Bahnprojekt ausgesteckt worden. Der Gemeinderat äusserte sich entsetzt und befand, diese würden «die schlimmsten Befürchtungen» bestätigen. Die neue Bahnlinie solle «mitten in der Wohnzone um 1,4 Meter höher gelegt und im Abstand von zwei Metern an bestehenden Häusern vorbeigeführt werden.»

Die rund 200 Einsprecher fordern nun vom Bundesamt für Verkehr, dass die geplante Bahnlinie tiefer gelegt und nicht – wie projektiert – auf einem Damm erstellt wird. Auch der Hergiswiler Gemeinderat habe Einsprache eingereicht, heisst es in der Mitteilung weiter.

Arbeitsgruppe für konkrete Alternativen
Der Hergiswiler Gemeinderat schreibt: «In den verschiedenen Planungsphasen haben sich schon Generationen von Gemeinderäten für eine zukunftsgerechte Lösung stark gemacht.» Vor rund 20 Jahren bereits habe sich der Gemeinderat bei der SBB über mangelndes Verständnis beschwert. Es mute seltsam an, «dass der von Horw herführende Tunnel genau dort aufhört, wo die Besiedelung von Hergiswil beginnt.»

Die Gemeinde verlangt nun konkretive Alternativen und arbeitet laut Mitteilung dafür in der vom Kanton Nidwalden einberufenen Arbeitsgruppe mit. Sollte die Einsprache beim Bundesamt für Verkehr abgewiesen werden, plant der Gemeinderat, den Fall bis vor das Bundesgericht weiterzuziehen.

ana