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Hergiswil ist neun Monate ohne Lärmschutzwand

Das Bundesamt für Strassen informierte über die verschiedenen Bauabschnitte des Erhaltungsprojekts für die A2 in Hergiswil. Und über die zu erwartenden Immissionen, insbesondere beim Lärm.
Martin Uebelhart
So wird die neue Lärmschutzwand in Hergiswil aussehen.Visualisierung (Bild: PD)

So wird die neue Lärmschutzwand in Hergiswil aussehen.Visualisierung (Bild: PD)

Bereits haben die Bauarbeiten für das Erhaltungsprojekt der A2 zwischen der Kantonsgrenze Luzern und Hergiswil angefangen. Vertreter des Bundesamtes für Strassen (Astra) informierten am Montagabend ausführlich über die anstehenden Arbeiten. Der Autobahnabschnitt wird inklusive Kunstbauten komplett saniert, es gibt neue Lärmschutzwände, und in Richtung Luzern wird die Fahrbahn verbreitert, um künftig bei hohem Verkehrsaufkommen den Pannenstreifen zeitweise als dritte Fahrspur verwenden zu können. Beim Lärmschutz greift Hergiswil in die eigene Kasse. Für eine wirksamere Lösung als jene des Bundes, die auf den gesetzlichen Mindestanforderungen basiert, hat das Volk 2015 einem Kredit von 12 Millionen Franken deutlich zugestimmt.

Lärmige Arbeiten werden nur tagsüber gemacht

Richard Kocherhans, Chef der Astra-Filiale Zofingen, hielt vor den rund 300 Personen im Loppersaal fest, dass es auf dem Weg zum besseren Lärmschutz während des Baus zunächst etwas mehr Lärm geben werde. «Das werden Sie merken im Dorf, da will ich gar nichts anderes erzählen.» Die erste Bauphase sei in Sachen Lärm die kritischste. Im Juli 2019 werde die bestehende Lärmschutzwand entfernt und bis im März 2020 die neue vollständig steht, würden auch einige Arbeiten ausgeführt, die Lärm erzeugten.

Darunter lärmintensive Arbeiten wie das Abtragen von Beton mit Wasserhöchstdruck oder Spitzen mit Hydraulikhämmern. Diese sehr lauten Arbeiten dürfe der Unternehmer nur von Montag bis Samstag zwischen 8 und 12 sowie 14 bis 17 Uhr ausführen, so Kocherhans. Etwas weiter gefasst werden mit 7 bis 12 und 13 bis 19 Uhr die Zeitfenster für Pfahlbohr- oder Stahlbetonarbeiten. Diese seien nicht einfach leise, aber wesentlich weniger laut. Dann gebe es auch Arbeiten, die einen Spurabbau nach sich zögen und nur nachts bei wenig Verkehr durchgeführt werden könnten, zum Beispiel das Befahrbarmachen des Pannenstreifens oder Verkehrsumstellungen. Es würden Massnahmen getroffen, dass dabei möglichst wenig Lärm entstehe.

Während dieser Bauphase sehe zudem die Verkehrsführung vor, dass drei der vier Spuren in der Galerie geführt würden. In der Baustelle gelte Tempo 60. Diese Limite sei zwar aus Gründen der Verkehrssicherheit bestimmt worden, doch führe Tempo 60 gegenüber Tempo 80 auch zu einer Lärmreduktion.

Gerade beim Verkehr gebe es auch Befürchtungen in der Gemeinde nach Ausweichverkehr. Dem will das Astra neben einer Vorsortierung des Verkehrs vor der Baustelle auch mit Dosierstellen begegnen. Auf der Ausfahrt Hergiswil und auf der Seestrasse werden Lichtsignalanlagen montiert. Wenn der Verkehr in Hergiswil einen bestimmten Wert erreicht, werden die Fahrzeuge nur noch paketweise ins Dorf gelassen.

Baustellenzufahrt über die Autobahn

Kocherhans hielt auch fest, dass die Zu- und Wegfahrten zur Baustelle grundsätzlich über die Autobahn erfolgten. Ausnahmen gebe es für gewisse Arbeiten an der Galerie, die nur von oben her erledigt werden könnten, sowie für die Sanierung der Unterführungen.

«Man kann den Bären nicht waschen, ohne dass sein Fell nass wird», meinte Kocherhans zusammenfassend mit Blick auf die für Hergiswil zu erwartenden Lärmimmissionen. «Als Endprodukt werden wir eine Autobahn haben, von der merklich weniger Lärm im Dorf wahrnehmbar sein wird», so der Astra-Filialchef.

Die anwesenden Hergiswiler hatten diverse Fragen an die Leute vom Astra. Sie bezogen sich etwa auf das Bepflanzungskonzept für die Lärmschutzwand, die Verkehrssicherheit während der Bauphase, die Farbgebung der Wand auf der Seeseite oder darauf, ob ein lärmarmer Strassenbelag eingebaut werde – was das Astra bejahte.

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