HERGISWIL: Kirchenrat will Volk mehr einbinden

Der Kirchen­segen hängt schief, weil der neue Pfarrer die Ökumene anders definiert. Am Sonntag begann dazu eine öffentliche Diskussion.

Mvr
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Teilnehmer lesen die eingegangenen Meinungen. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Teilnehmer lesen die eingegangenen Meinungen. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

40 der 72 meist älteren Kirchgänger vom Sonntag nahmen die Einladung des Kirchenrates an, an einem Pfarreiforum über die Situation der katholischen Kirche in Hergiswil zu diskutieren. 90 Minuten später sagte Kirchenratspräsidentin Trix Keiser: «Ich kann Ihnen versichern, es wird weitergehen. In welcher Form, wissen wir noch nicht. Mit heute ist das nicht abgeschlossen, es ist uns wichtig, weitere Treffen zu machen.»

Der Rat hatte den Theologen Thomas Wallimann eingeladen, um den Anlass mit seiner Frau Christina Sasaki Wallimann zu moderieren. Sie sagte: «Der Kirchenrat kam auf uns zu und sagte: ‹Wir haben ein Problem, uns fehlt die Nähe zur Bevölkerung.›» Man könne jetzt an einer Veranstaltung allerdings «nur einen kleinen Anfang» machen.

Als zentrales Thema kristallisierte sich für die Runde die Ökumene heraus. Der ebenfalls anwesende Generalvikar Martin Kopp betonte auf entsprechende Fragen, es sei unwesentlich, ob Pater Eugen Yurchenko, seit gut einem Jahr Pfarrer, vor seinem Zuzug nach Hergiswil um die Details der Ökumene gewusst habe. Dass hier Katholiken über Jahre hinweg gemeinsame Gottesdienste mit Reformierten gefeiert hätten samt Kommunionausgabe, sei ihm selber lange nicht in den Details bekannt gewesen. Er könne das aber von keinem katholischen Priester verlangen.