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HERGISWIL: Lakeside Festival 2016 ist im Trockenen

Es war schon abgeschrieben. Nun wird das Lakeside Festival mit etlichen Änderungen neu aufgegleist – und muss mit stark reduziertem Budget auskommen.
Nach einem Jahr Pause findet im nächsten Juli das Lakeside Festival in Hergiswil wieder statt. Im Bild: der Schweizer Rapper Skor beim Auftritt im Juli 2014. (Bild: Roberto Conciatori)

Nach einem Jahr Pause findet im nächsten Juli das Lakeside Festival in Hergiswil wieder statt. Im Bild: der Schweizer Rapper Skor beim Auftritt im Juli 2014. (Bild: Roberto Conciatori)

Philipp Unterschütz

Das genaue Datum steht noch nicht fest. Es wird das erste oder zweite Juli- Wochenende sein. Aber mit Sicherheit rockt das Lakeside Festival dieses Jahr wieder die Rössliwiese in Hergiswil.

Lange sah es nicht danach aus. Der Verein musste im vergangenen Jahr pausieren und ein Loch von rund 70 000 Franken stopfen, welches das verregnete Festival 2014 in die Kasse riss. Mit vereinseigenen Reserven, Gelder der öffentlichen Hand, Sponsoren, Benefiz-Veranstaltungen und einer Crowdfunding-Aktion konnten die Macher das Festival retten. «Es war ein hartes Jahr mit Klinkenputzen und ständigen Rechtfertigungen», sagt Vereinspräsident Raphael Adam, der zugibt, dass man früher deutlich zu optimistisch kalkuliert habe. «Wir haben aus den Fehlern gelernt.»

Das Budget ist zwei Drittel kleiner

Die Ausgabe 2016 muss jedoch mit nur noch einem Drittel des Geldes von 2014 auskommen – wie viel das konkret ist, bleibt unklar. Das Gesamtbudget will man nicht bekannt geben. Raphael Adam sagt aber, der grösste Teil des Geldes sei schon immer für Bühne und Technik sowie Künstlergagen eingesetzt worden. «Bei den Gagen haben wir noch 20 000 Franken zur Verfügung gegenüber 60 000 Franken im Jahr 2014.» Es werden künftig also kleinere Brötchen gebacken. Doch das OK habe einen Weg gefunden, das begrenzte Budget so zu verteilen, dass mehr Spielraum für die Engagements bleibe, sagt Adam. «Wir möchten das Geld für Gagen soweit möglich am Freitag und Samstag einsetzen. Vielleicht bringen wir nur zwei Bands und dazwischen gibt es Auftritte von DJs. Das ist sinnvoller, als während vier Tagen nur kleine, unbekannte Bands zu bringen.» Bedeutet das nun eine Verkürzung des Festivals von vier auf zwei Tage? Wenn immer möglich nicht, sagt Adam. Man sei für Mittwoch und Donnerstag auf der Suche nach Partnern. «Beispielsweise könnte eine Jazzschule einen Abend bestreiten. Erfahrungsgemäss kommen zudem auch viele Leute ans Festival, denen es nicht in erster Linie darum geht, wer nun genau auf der Bühne steht. Die tolle Ambiance und Stimmung am See sind weiterhin ein grosser Trumpf.»

Zum ersten Mal wird überdacht

Die Vorbereitungen fürs Programm laufen derzeit auf Hochtouren. Namen kann Adam noch keine nennen, man sei aber auch an bekannteren Künstlern dran. Ende März wird das Programm bekannt gegeben.

Klar ist: Zum ersten Mal wird bei der kommenden Veranstaltung ein Teil des Geländes überdacht. Es werde eine Zeltbühne aufgebaut, bei der das Zelt im Publikumsbereich verlängert werden könne, sagt Adam. «Das ist eine flexible und zahlbare Lösung, bei der bis 1000 Personen im Trockenen stehen können.» Kurz vor dem Festival entscheide man mit dem Zeltbauer aufgrund der Wetterprognosen, wie gross der gedeckte Bereich effektiv sein wird. Zudem gebe es weitere gedeckte Bereiche bei den verschiedenen Bars, so Adam.

«Festival gehört zu Hergiswil»

Man habe aufgrund der schlechten Zahlen der verregneten Ausgabe 2014 nun eher konservativ budgetiert, so Adam weiter. Er sei überzeugt, dass es mit dem Festival wieder Schritt für Schritt aufwärtsgehe. Dieser Meinung sind offensichtlich auch die Behörden. Die öffentliche Hand unterstützt das Lakeside Festival weiterhin grosszügig. Neben der regionalen Kulturkonferenz RKK, sind auch die Gemeinde und der Kanton Nidwalden dabei.

«Das Lakeside Festival ist ein wichtiges Musik-Festival für die Region und soll erhalten bleiben», sagt Stefan Zollinger, Leiter des Amts für Kultur Nidwalden. Die Kulturförderung sei in der Pflicht, auch einzuspringen, wenn es nicht so gut laufe und ein Anlass reorganisiert werden müsse. «Voraussetzung ist, dass sorgfältig gearbeitet wird. Wir meinen, dass der Sanierungsplan für das Lakeside Festival gute Chancen hat.» Auch die Hergiswiler Gemeinderäten Christa Blättler findet, der Anlass solle erhalten bleiben. «Er gehört zu Hergiswil.» Die Organisatoren hätten die Hausaufgaben gemacht, ihre Lehren gezogen und einen extremen Effort hingelegt, um die Finanzierung sicherzustellen, so Blättler weiter.

Derzeit suchen die Verantwortlichen weitere Sponsoren, wie Raphael Adam sagt. Zudem muss das OK ergänzt werden. Adam betont, dass die Vereins- und OK-Mitglieder die neuen Pläne und das Budget mittragen. Zu Änderungen oder Austritten sei es nicht gekommen. «Wir suchen aber noch einen Finanzchef und einen Chef für die Gastronomie.»

Hinweis

Weitere Informationen zum Lakeside Festival finden Sie unter: www.lakesidefestival.ch

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