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HERGISWIL: Nidwaldner Unteroffiziere feierten 150-jähriges Jubiläum

Der Unteroffiziersverein Nidwalden hat am Samstag sein 150-jähriges Bestehen gefeiert. Seine Mitglieder, darunter zahlreiche Veteranen, nutzten die Feier, um Rückschau zu halten.
Richard Greuter
Der Unteroffiziersverein Nidwalden feierte sein 150 jähriges Bestehen. Im Bild unterhält sich Präsident Daniel Rötheli (mi.) mit dem OK-Präsident der 150 Jahr Feier Manfred Schneider (li.) und Ehrenmitglied Edi Engelberger, der dem Verein vor über 40 Jahren zu Ruhm und Ehre verhalf. Bild: Richard Greuter (Hergiswil, 27. Januar 2018) (Bild: Richard Greuter (Hergiswil, 27. Januar 2018))

Der Unteroffiziersverein Nidwalden feierte sein 150 jähriges Bestehen. Im Bild unterhält sich Präsident Daniel Rötheli (mi.) mit dem OK-Präsident der 150 Jahr Feier Manfred Schneider (li.) und Ehrenmitglied Edi Engelberger, der dem Verein vor über 40 Jahren zu Ruhm und Ehre verhalf. Bild: Richard Greuter (Hergiswil, 27. Januar 2018) (Bild: Richard Greuter (Hergiswil, 27. Januar 2018))

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Mit einem eindrücklichen Jubiläumsfest feierte der Unteroffiziersverein (UOV) Nidwalden im Glasirestaurant Adler in Hergiswil sein 150-jähriges Bestehen. Rund 60 Mitglieder und zahlreiche Gäste wie Justizdirektorin Karin Kayser, Baudirektor Josef Niederberger, Ständerat Hans Wicki, Landratspräsidentin Michèle Blöchliger sowie Kreiskommandant Theo Küchler wohnten der Jubiläumsfeier am vergangenen Samstag bei. Untermalt wurde die Feier mit musikalischen Klängen von Julia und Ines Roth.

Erinnerungen wurden wach, als der eigentliche Vereinszweck noch der militärischen Weiterbildung und dem Erhalt der Wehrbereitschaft diente. Dies hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. «Auch wenn wir die früheren ausserdienstlichen Tätigkeiten nicht mehr im Jahresprogramm haben, können wir die sozialen Kontakte pflegen», brachte es Präsident Daniel ­Rötheli in seinem Jahresbericht auf den Punkt.

Unvergessliche Erfolge in Montreux

An erfolgreiche Zeiten erinnerte sich der frühere Nationalrat Edi Engelberger. Der heute 78-Jährige war damals Kommandant der Schützenkompanie II/12, später kommandierte er als Oberst das Territorialregiment 91.

Noch bevor er 1961 in die Offiziersschule einrückte, nahm er an den Schweizerischen Unteroffizierstagen (SUT) in Schaffhausen teil. Allerdings mit mässigem Resultat. «Nidwalden war damals nicht so erfolgreich», erinnerte sich der ehemalige Wettkampfsportler. Seine Unzufriedenheit musste auch dem damaligen Präsidenten Oskar Christen aufgefallen sein. Kaum hatte er seine Offiziersschule beendet, wurde ihm mitgeteilt, dass er an der vergangenen Generalversammlung zum technischen Leiter gewählt worden war. Zwei Jahre später überraschte der UOV Nidwalden an der Weissen SUT oberhalb Montreux. «Wir haben alles gewonnen», erinnerte sich Edi Engelberger. An dieser letzten winterlichen Austragung reiste Nidwalden mit gegen 50 gebirgserprobten Wettkämpfern nach Montreux, die in sämtlichen Disziplinen das Siegerpodest besteigen konnten. «Die Rangverkündigung im Herzen von Montreux bleibt für mich unvergesslich», freut sich Edi Engelberger heute noch.

«Salut mon camarade!»

Er erinnerte sich auch noch an eine lustige Begebenheit in Montreux. Als er in den frühen Morgenstunden die Ski vorbereiten wollte, stand plötzlich ein Korpskommandant vor ihm. «Ich meldete mich korrekt an, wie das üblich war», erzählte Engelberger. Der hohe Militäroffizier reichte ihm die Hand und sagte kurz: «Salut mon camarade!» Der Korpskommandant war noch auf dem Heimweg und hatte das Hotel verwechselt.

Der 3. Rang in der Sektionswertung an der SUT in Thun mitte der 60er-Jahre reichte den Nidwaldnern nicht. Den grössten Erfolg erzielten sie 1970 an der SUT in Payerne. Wie schon in Montreux belegten sie in sämtlichen Disziplinen den ersten Rag. «Damals konnten wir die Mitglieder für die Wettkämpfe begeistern», sagte Engelberger und nannte als Beispiel ein klassisches Unteroffiziers-Wochenende: Es begann mit einem Nacht-Orientierungslauf in Huttwil am Freitag, einem 25-Kilometer-Patrouillenlauf am rechten Zürichseeufer am Samstag und endete am Sonntag mit dem 30-Kilometer-Habsburger-Patrouillenlauf.

Waffenläufer mit kurzer Hose und Armbrust

Einen der letzten grossen Höhepunkte erlebte der spätere technische Leiter Josef Vogel. Anlässlich der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft organisierte der UOV Nidwalden 1991 einen einmaligen Waffenlauf, an dem praktisch die gesamte damalige Waffenlaufelite teilnahm. Ein Läufer setzte sich speziell in Szene, erinnerte sich Vogel. Der Mann erschien mit kurzen Hosen und trug als Waffe eine Armbrust. «Trotz dieser Aufmachung», so Josef Vogel, «er wurde rangiert.»

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