HERGISWIL: Private sollen den Bahntunnel bezahlen

Ein Postulat soll der Debatte über den Doppelspurausbau in Hergiswil eine neue Wende geben. Vorgeschlagen wird eine private Gesellschaft, die den Tunnel vorerst bezahlt.

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Die Zentralbahn fährt in Hergiswil sehr nahe an den Wohnquartieren vorbei. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Zentralbahn fährt in Hergiswil sehr nahe an den Wohnquartieren vorbei. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Ein Dringliches Postulat fordert, «die Ausführung einer Tunnelvariante der Zentralbahn durch das Dorf Hergiswil» nochmals zu überprüfen. «Die Kosten für den Doppelspurausbau der Zentralbahn in Hergiswil sind bisher nur über den Daumen gepeilte Grössen», begründet Ruedi Waser, der zusammen mit neun Mitunterzeichnern das Postulat eingereicht hat. Und der FDP-Parteipräsident betont, es gehe ihm noch nicht konkret darum, einer der vier Varianten den Vorzug zu geben (siehe Kasten). «Vielmehr ist jetzt insgesamt abzuklären, wie viel für jede Variante wirklich bezahlt werden müsste.»

Die «zweckmässigste Variante»
Zudem schlägt Waser vor, für den Doppelspurausbau eine private Vorfinanzierung über eine sogenannte Public Private Partnership (PPP) zu erwägen. Diese würde ermöglichen, die «zweckmässigste Variante» zu realisieren. Im Ausland sei eine solche private Finanzierung öffentlicher Infrastruktur üblich, wenn es dem Staat an Geld fehle. «In Frankreich», nennt Waser ein Beispiel, «wurde das gesamte Autobahnnetz so finanziert.» Ebenso gibt es in der Schweiz PPP-Projekte. So sollen für die geplante Sportarena Luzern 250 Millionen PPP-Gelder aufgewendet werden.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag»