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HERGISWIL: Regierungsratskandidat Conrad Wagner «stehen über 3000 Autos zur Verfügung»

Conrad Wagner nimmt seinen Wahlkampf als Regierungsrat selbst in die Hand. Ohne Partei, dafür mit Echtheit und Nähe. Wir haben ihn begleitet.
Kurt Liembd
Stammtisch-Tour von Conrad Wagner in Hergiswil: von links: Alt-Gemeindeschreiber Ernst Minder, Regierungsratskandidat Conrad Wagner, Fredy Hablützel, Gemeinderat Walter Mösch und Alt-Landrat Josef Keiser.Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 20. Februar 2018) (Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 20. Februar 2018))

Stammtisch-Tour von Conrad Wagner in Hergiswil: von links: Alt-Gemeindeschreiber Ernst Minder, Regierungsratskandidat Conrad Wagner, Fredy Hablützel, Gemeinderat Walter Mösch und Alt-Landrat Josef Keiser.Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 20. Februar 2018) (Bild: Kurt Liembd (Hergiswil, 20. Februar 2018))

Ganz im Sinne seines Wahlmottos «Für ein lebendiges Nidwalden» gestaltet Conrad Wagner (58) auch seinen Wahlkampf. Während eines Monats begibt er sich auf Stammtisch-Tour und sitzt in jeder Gemeinde für einige Stunden an einen Stammtisch. Am Dienstag war Hergiswil an der Reihe, wo man Wagner schon um neun Uhr am Stammtisch im Glasi-Restaurant «Adler» traf. Wer aber «Stammtisch-Politik» erwartet hatte, lag falsch. Vielmehr sprach er pragmatisch über aktuelle Fragen und Probleme und erntete dabei viel Sympathie.

Dabei wurde er herzlich begrüsst, auch von Leuten aus andern Parteien. Wie er denn heute nach Hergiswil gekommen sei, fragte jemand kritisch. Der Grüne Landrat aus Stans, der ohne Parteiunterstützung zu den Regierungsratswahlen antritt, antwortete: «Natürlich mit dem Zug, der Bahnhof liegt ja in nächster Nähe.» Jemand anders wollte wissen, ob er überhaupt ein Auto besitze. Schlagfertig sagte Wagner, dass ihm über 3000 Autos zur Verfügung stünden (Anm. der Red: Gemeint ist das Mobility-Carsharing, das von Wagner gegründet wurde).

Ins Gespräch kam Wagner auch mit Walter Mösch, SVP-Gemeinderat von Hergiswil. Sie haben Berührungspunkte, denn als Liegenschaftschef von Hergiswil setzte sich Mösch dafür ein, dass der Verein «Chinderhuis» Nidwalden ins Rosenchalet ziehen konnte. Wagner hat zum «Chinderhuis» Nidwalden eine spezielle Affinität, war er doch während vieler Jahre dessen Präsident.

Nebst Mösch von der SVP traf Conrad Wagner auf Angehörige der FDP, gilt Hergiswil doch als liberale Hochburg, unter ihnen alt Landrat Josef Keiser, alt Gemeindeschreiber Ernst Minder und viele Parteilose. Jene, die keinen Platz am Stammtisch fanden, nahmen am Nebentisch Platz, unter ihnen auch alt Landammann Werner Keller.

Zehn Jahre Marktforscher in Hergiswil

Es war ein Kommen und Gehen während über zweier Stunden und gegen Mittag trafen mit Landrätin Ilona Cortese und alt Landrat Josef Blättler auch zwei Grüne ein. Wagner fühlte sich sichtlich wohl und man hatte den Eindruck, dass er ein «halber Hergiswiler» sei. So erzählte er zum Beispiel, dass er über zehn Jahre lang als Marktforscher bei der Firma IHA/GfK in Hergiswil gearbeitet und in dieser Zeit in sämtlichen Hergiswiler Beizen gegessen habe.

Aber auch ernsthafte Themen wie Verkehr, steigende Krankenkassenprämien, Landwirtschaft und wachsende Einwanderung sprach er an. Wagner kam mit allen schnell ins Gespräch, so auch mit dem Architekten Fredi Hablützel. Obwohl sich die beiden vorher nicht kannten, entstand eine interessante Diskussion über Umweltschutz und Nachhaltigkeit beim Bauen und über Architektur. Selbst Leute aus andern Gemeinden nahmen die Gelegenheit wahr, nach Hergiswil zu reisen, um Conrad Wagner zu treffen.

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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