HERGISWIL: Sie alle wollen einen der acht Sitze

Sämtliche bisherige Landräte stellen sich der Wiederwahl. Besonders interessant ist die Ausgangslage für Niklaus Reinhard (FDP) und Michèle Blöchliger (SVP), die auch Ambitionen auf einen Regierungsratssitz hegen.

Die bisherigen Hergiswiler Landräte scheinen keinerlei Verschleisserscheinungen zu spüren. So kommt es, dass die acht Amtierenden sich für eine weitere Legislatur zur Verfügung stellen. Entsprechend gross sind die Herausforderungen für die immerhin 17 Frauen und Männer, die für die Parlamentswahlen im Kanton Nidwalden vom 4. März neu antreten. Mit 3,1 Kandidaten pro Sitz ist die Dichte im Lopperdorf relativ hoch.

Die Pläne der bürgerlichen Parteien sind offensichtlich: Sie wollen ihre Sitze (FDP 3, CVP 2, SVP 2) zumindest halten. Die Liberalen schicken dafür gleich acht Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen und präsentieren dem Stimmvolk damit die grösste Liste. Sein Glück versucht unter anderem auch Gemeindepräsident Remo Zberg (FDP). Die CVP hat fünf Kandidaten nominiert, die SVP deren vier. Für die Grünen tritt die einzige Bisherige, Ilona Cortese, zusammen mit vier Parteikollegen an. Ohne Sitz ist bislang die SP/Juso, die dies mit drei Kandidaten zu ändern versucht.

Grüne schnappten Bürgerlichen einen Sitz weg

Die Grünen hatten im Jahr 2014 mit dem Gewinn eines Sitzes erstmals Fuss gefasst. Auch die CVP hatte einen zweiten Sitz dazugewinnen können, als Verlierer gingen die FDP und die SVP (je minus 1) hervor. Speziell damals: In Hergiswil wurden gleich drei amtierende Landräte nicht mehr gewählt, so viele wie sonst nirgendwo im Kanton. Leidtragende waren mitunter zwei SVP-Mandatsträger, den umgekehrten Weg ging SVP-Kantonal­präsident Christoph Keller, der einen Parteikollegen verdrängte.

Speziell an der Ausgangslage in Hergiswil: Mit der aktuellen Landratspräsidentin Michèle Blöchliger (SVP) und Niklaus Reinhard (FDP) stehen zwei Kandidaten auf der Liste, die auch mit dem Sprung in den Regierungsrat liebäugeln. Angenommen, die beiden schaffen die Wahl in die Exekutive, würden die nächstbesten Kandidaten ihrer Partei für sie in den Landrat nachrutschen.

Von den 25 Kandidaten sind neun Frauen, was einen Anteil von 36 Prozent ausmacht. Dies entspricht praktisch dem aktuellen Wert, befinden sich doch unter den acht Bisherigen drei Frauen.

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

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