HERGISWIL: Steinschlag: Kantonsstrasse bis Ende Jahr zu

Nach dem Steinschlag vom Montag am Lopperberg bei Hergiswil bleibt die Kantonsstrasse voraussichtlich bis Ende Jahr gesperrt. Ein Fährbetrieb wird eingerichtet.

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Die Kantonsstrasse bleibt nach dem Steinschlag bis Ende Jahr gesperrt. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Die Kantonsstrasse bleibt nach dem Steinschlag bis Ende Jahr gesperrt. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Am Montag, kurz vor 17 Uhr, hat sich am Lopperberg bei Hergiswil ein Steinschlag ereignet. Beim Buchenloch haben sich rund 100 Tonnen Gestein gelöst, das entspricht etwa 40 Kubikmetern. Ein Teil davon erreichte die Kantonsstrasse zwischen Hergiswil und Stansstad.

Wie das Bundesamt für Strassen (Astra) mitteilt, bleibt die Kantonsstrasse zwischen Hergiswil und Stansstad aus Sicherheitsgründen voraussichtlich bis Ende Jahr geschlossen.

Fähren für Fussgänger und Velofahrer
Um den Langsamverkehr zwischen den beiden Ortschaften aufrechterhalten zu können, wird ein Fährbetrieb eingerichtet. Die Fahrzeiten:

  • Am Mittwoch, 14. Oktober um 13.30 Uhr ab Stansstad und um 14 Uhr ab Hergiswil.  
  • Ab Donnerstag, 15. Oktober, fährt das erste Schiff um 6.30 Uhr ab Stansstad, um 7 Uhr ab Hergiswil. Die letzte Fahrt ist um 19 Uhr ab Hergiswil.  
  • Die Fähre verkehrt unter der Woche im Stundentakt zwischen 6.30 Uhr und 19 Uhr, jede halbe Stunde ab Kieswerk Holcim Stansstad, jede volle Stunde ab Hergiswil beim Parkplatz Adler.

Fels wird gesichert und geräumt
Die Verantwortlichen des Astra haben sich am (heutigen) Dienstag mit Vertretern der Kantone Nidwalden, Obwalden, der Kantonspolizeien Nidwalden und Obwalden, den Gemeinden Hergiswil und Stansstad, den Geologen, Projektingenieuren und Unternehmern getroffen.

Ein Inspektionsflug und vertiefte Abklärungen der Geologen zeigten laut Astra, dass ein Felspaket im Buchenloch abgebrochen ist und sich ein weiteres in kritischem Zustand befindet. Diese rund 12 Kubikmeter Gestein müssen mit unterfangen und gesichert werden. Danach werden die Sturzbahn und die Steinschlagschutznetze geräumt. Gleichzeitig müssen die risikoreichen Bereiche am Lopperberg von Fels geräumt werden. Die Arbeiten dauern wohl bis Ende Jahr.

Förster schwebt in Lebensgefahr
Beim Steinschlag vom Montagabend wurden zwei Autos von den Felsen getroffen, die Lenker konnten den Fahrzeugen unverletzt entsteigen.

Wie der Kanton Nidwalden mitteilt, war der Revierförster während des Felssturzes am Lopperberg auf einer Inspektionstour und wurde von herabfallenden Steinen getroffen. Er sei schwer verletzt und schwebe weiterhin in Lebensgefahr.

ana