HERGISWIL: Streit um die Ökumene entbrannt

Die gemeinsamen Gottesdienste gibt es nicht mehr: Im Lopperdorf ist darob ein Kirchenstreit zwischen Katholiken und Reformierten entbrannt.

Kurt Liembd
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Die katholische Pfarrkirche in Hergiswil. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

Die katholische Pfarrkirche in Hergiswil. (Bild: Markus von Rotz/Neue NZ)

Hergiswil galt bisher als fortschrittliche Gemeinde in Sachen Ökumene. Ein Zeichen dafür sind die jährlich rund acht gemeinsamen Anlässe mit Katholiken und Protestanten. Doch mit dem Einzug des neuen katholischen Pfarrers, Pater Eugen Yurchenko, wurden die ökonomischen Gottesdienste eingestellt, was für Unmut sorgt.

«Wir Reformierten fühlen uns ausgestossen», sagt unverblümt Fredy Haller, Präsident der reformierten Kirchenpflege Hergiswil. Die von den Katholiken organisierten gemeinsamen Gottesdienste seien bloss noch katholische Gottesdienste, in denen die Reformierten höchstens geduldet werden.

Pater Eugen zeigt sich ob der Vorwürfe verwundert und befremdet. «Auch ich bin für Ökumene, jedoch nur auf sozialer und menschlicher Ebene, mit gemeinsamen Projekten, Festen oder Gesängen». Allerdings macht er keinen Hehl daraus, dass es nach kirchlichem Recht einfach nicht gehe, dass ein reformierter Priester in einer katholischen Kirche das Abendmahl verteile. Etwas, das in Hergiswil seit über 20 Jahren selbstverständlich ist.

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