HERGISWIL: «Tunnel lang»: SP ist besorgt

Die Fraktion der SP Obwalden hat eine Interpellation wegen des Doppelspurausbaus in Hergiswil eingereicht. Auslöser war der Entscheid der Nidwaldner Regierung, die heutige Streckenführung in einen Tunnel zu legen.

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Die Zentralbahn bei der Station Hergiswil-Matt. (Robert Hess / Neue OZ)

Die Zentralbahn bei der Station Hergiswil-Matt. (Robert Hess / Neue OZ)

Die Nidwaldner Regierung plant, die geplante offene Streckenführung durch Hergiswil aufzugeben und stattdessen auf einen Doppelspurtunnel von der Kantonsgrenze bis zum Lopper zu setzen.

Der Tunnel wäre jedoch erst bis etwa 2025 realisierbar. «Wir befürchten, dass bis dahin ein Ausbau des ÖV-Angebotes blockiert sein wird», sagt Obwaldens SP-Fraktionspräsidentin Ruth Koch. Schon heute seien vor allem die Pendlerzüge aus dem Sarneraatal Richtung Luzern überfüllt, heisst es in der Interpellation. «Auch ist die Finanzierung noch völlig unklar», so Koch.

Die SP-Fraktion fragt die Regierung, mit welchen Mehrkosten Obwalden beim Projekt «Tunnel lang» rechnen müsse. Bestünde nicht auch das Risiko, dass der Bund das Projekt wegen des ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses nicht unterstützt?

Auch möchte die Fraktion wissen, ob es nicht besser wäre, das heute baureife Projekt einer offenen Doppelspur vom Schlüssel bis Hergiswil Matt sowie gleichzeitig den kürzeren Tunnel Hergiswil Matt bis Dorf voranzutreiben.

wy