HERGISWIL: Zentralbahn: «Tunnel kurz» ist Favorit

Hergiswil soll mindestens teilweise von einem Bahntunnel unterquert werden. Jetzt gehen die Pläne zum Bund.

Martin Uebelhart
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Baudirektor Hans Wicki (links) und Zentralbahn-Geschäftsführer Renato Fasciati. (Bild Corinne Glanzmann)

Baudirektor Hans Wicki (links) und Zentralbahn-Geschäftsführer Renato Fasciati. (Bild Corinne Glanzmann)

Von einem «Jahrhundertprojekt», war am Mittwoch in Hergiswil die Rede. Beim Doppelspurausbau der Zentralbahn soll ein schönes Stück der Schienen in einem Tunnel von Feldbach bis zum Bahnhof Hergiswil verschwinden. Die modifizierte Linienführung soll eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit erlauben, wie es in der Mitteilung der Staatskanzlei Nidwalden heisst. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für künftige Angebotsausbauten und die Fahrplanstabilität.

267 Millionen Franken soll die 1700 Meter lange Neubaustrecke kosten. Diese Bestvariante hat der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki am Mittwochabend an einer Medienkonferenz vorgestellt.

Dem Entscheid ging ein aufwendiges Evaluationsverfahren voraus, bei dem nicht nur die Kosten der unterschiedlichen Varianten berücksichtigt wurden, sondern auch noch weitere Faktoren.

Während die Finanzierung der Strecke zwischen Hergiswil Matt und Schlüssel an der Grenze zu Luzern weitgehend gesichert ist, sieht das für den Tunnel anders aus. Seit der Annahme der Fabi-Vorlage am 9. Februar ist der Bund zuständig für die Planung, Priorisierung und Umsetzung der Bahnbauten.

Der Streckenabschnitt könnte bereits ab 2016 detailliert geplant und danach umgesetzt werden. Zuerst muss allerdings das Projekt inklusive Tunnel vom Bund gutgeheissen werden.

Die Planung und Realisierung des Tunnels könnte 2022 gestartet werden. 2030 könnte die ganze Ausbaustrecke in Betrieb genommen werden, wie es weiter heisst.