HERGISWIL: Züge sollen im Tunnel durch Hergiswil fahren

Der Doppelspurausbau der Zentralbahn sorgt seit Monaten für Gesprächsstoff. Jetzt erhalten die lärmgeplagten Hergiswiler Support – von der Regierung.

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Die Zentralbahn inmitten eines Wohnquartiers in der Nähe des Bahnhofes Matt in Hergiswil. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die Zentralbahn inmitten eines Wohnquartiers in der Nähe des Bahnhofes Matt in Hergiswil. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Hoffnungsschimmer für die Hergiswiler: Die Nidwaldner Regierung spricht sich beim Projekt Doppelspurausbau der Zentralbahn durch Hergiswil für einen «Tunnel lang» aus. Das heisst, die Züge der Zentralbahn sollen durch einen Tunnel von Hergiswil Schlüssel bis Hergiswil Bahnhof fahren. Damit könnten die Züge mit Tempo 90 fahren und die Lärmprobleme wären gelöst, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Nidwalden vom Donnerstag.

Vorprojekt soll Machbarkeit klären
Ein Vorprojekt soll jetzt die Fragen bezüglich technischer Machbarkeit, Kosten und Finanzierung klären. Im Gegenzug verzichtet der Regierungsrat auf die inzwischen geprüften Varianten «Schlangenlinie», «Langes S» und «Tiefer gelegtes Auflageprojekt», gegen das 176 Einsprachen eingegangen sind.

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat einen Kredit von 1,25 Millionen Franken. Das Vorprojekt soll bis 2013 fertiggestellt werden. Der Tunnel könnte 2025 in Betrieb genommen werden.

Haltestelle Hergiswil Matt aufgeben?
Für die Projektpartner Zentralbahn, den Bund, die Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden sowie die Stadt Luzern hat die Einhaltung des Fahrplanangebots oberste Priorität. Deshalb müsste die Haltestelle Hergiswil Matt ab Dezember 2013 eingestellt beziehungsweise allenfalls markant reduziert bedient werden.

rem