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HERGISWIL/ORLANDO: Kinderschänder zu lebenslanger Haft verurteilt

Der in Hergiswil NW wohnhafte Meinrad K. wurde in den USA wegen versuchter sexueller Handlungen mit Minderjährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Wegen überfüllten Gefängnissen müssen hin und wieder Häftlinge in ausserkantonale Haftanstalten transportiert werden. (Symbolbild Neue LZ)

Wegen überfüllten Gefängnissen müssen hin und wieder Häftlinge in ausserkantonale Haftanstalten transportiert werden. (Symbolbild Neue LZ)

Im Juni 2017 reiste der 55-jährige Meinrad K. zwecks Sadomaso-Sex mit einem 13-jährigen Mädchen in die USA. Das Mädchen gab es zwar nicht, denn die Polizei in Florida stellte dem Deutschen, der in Hergiswil wohnte, eine Falle. Bei seiner Ankunft am Flughafen wurde er am 16. Juni verhaftet. Die US-Ermittler hatten ihm vorgängig unter falschem Namen im Darknet ein 13-jähriges Mädchen «angeboten», worauf der Deutsche in allen Details schilderte, wie er das Mädchen missbrauchen würde. Doch soweit kam es nicht, die Handschellen klickten vorher.

Am Prozess in Amerika bezeichnete Richter Paul G. Byron die Vergehen des Hergiswilers als «abscheulich» und «grauenhaft». Er könne sich keine extremeren Verbrechen vorstellen, so der Richter. In der Bevölkerung war von «Sex-Monster» die Rede. Nebst lebenslanger Haft wurde der Mann zu einer Geldstrafe von 250'000 Dollar verurteilt.

Nur fünf Tage nach der Verhaftung führte die Kantonspolizei Nidwalden eine Hausdurchsuchung in Hergiswil durch. Gefunden wurde nebst einem Computer eine Vielzahl an Speichermedien mit strafrechtlich relevanten Dateien. Beim grössten Teil handelt es sich dabei um Aufnahmen von sexueller Gewalt mit Erwachsenen und bei einem kleineren Teil um sexuelle Handlungen mit Kindern. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Nidwalden parallel ein Verfahren wegen Besitz und Konsum verbotener Pornografie eingeleitet. Ob diese Ermittlungen in der Schweiz nun weiter laufen, hängt vom Urteil in den USA ab, denn dieses ist noch nicht rechtskräftig. Dazu Oberstaatsanwalt André Wolf: «Wenn das Urteil zu lebenslanger Haft rechtsgültig ist, werden wir gemäss Strafprozessordnung unser Verfahren einstellen». (KL)

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