HERGISWIL/STANS: Die beliebte Märkli-Aktion ist illegal

Stanser und neu Hergiswiler Detaillisten verteilen in der Weihnachtszeit Märkli. Es winken Einkaufsgutscheine. Das Lotteriegesetz verbietet das eigentlich.

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Die Märkli-Aktion ist eigentlich illegal. (Bild Markus von Rotz/Neue NZ)

Die Märkli-Aktion ist eigentlich illegal. (Bild Markus von Rotz/Neue NZ)

Die Idee kam Gemeindepräsident Hans Wicki im Auto Anfang Dezember. Kurz zuvor hatte das Bundesamt für Strassen gemeldet, die Seestrasse am Lopper bleibe wegen des Felssturzes mindestens bis April gesperrt. Wicki rief seinen Vorgänger Ralph Sigg, Anwalt und Präsident der Wirtschaftskommission, an und bat ihn, eine Sammelkarten-Aktion zu entwerfen. Innert zehn Tagen waren 300 000 Lopperfels-Klebemarken gedruckt, die Klebekarten an die Haushaltungen und «Märkli» an Wirte und Ladenbesitzer verteilt. Die Aktion mit den Klebemarken läuft unter dem Slogan «Wir räumen die Loppersteine weg».

Gesetz verbietet Kaufzwang
Doch sie alle haben ein wichtiges Detail übersehen: Solche Aktionen widersprechen dem Gesetz. Hans Wicki, darauf angesprochen, reagiert irritiert: «Wir dachten, wir machen es analog zu den Stansern, wo das schon seit Jahren Praxis ist.» Doch Manuel Richard, stellvertretender Geschäftsführer der Comot, der schweizerischen Lotterie- und Wettkommission, lässt keinen Zweifel offen: «Das Lotteriegesetz verbietet das, der Kaufzwang hier klar gegeben».

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Nidwaldner Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».