Hindernisfreier Zugang: 42 Bushaltestellen im Visier

Um dem Behindertengleichstellungsgesetz Rechnung zu tragen, sollen 42 Bushaltestellen im Kanton Nidwalden saniert werden. In den meisten Fällen ist die Initiative der Gemeinden oder Grundeigentümer gefragt.

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Ein Postauto bei der Haltestelle Ennetbürgen-Post. (Bild: Corinne Glanzmann)

Ein Postauto bei der Haltestelle Ennetbürgen-Post. (Bild: Corinne Glanzmann)

Das Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes muss bis 2023 auch bei den Bushaltestellen umgesetzt werden. Der Kanton Nidwalden hat deshalb abgeklärt, wie sich die Situation bei den Haltestellen in den elf Gemeinden präsentiert und wo Handlungsbedarf besteht. Laut einer Medienmitteilung der Baudirektion hat die Analyse ergeben, dass total 70 Haltekanten bei 42 Postauto-Haltestellen hindernisfrei auszugestalten sind. Der Entscheid, ob eine Haltestelle hindernisfrei ausgestaltet wird oder nicht, liegt schlussendlich in der Verantwortung der Grundeigentümer. Behindertengerechte Haltestellen dienen auch Personen mit Kinderwagen, Rollatoren oder Gepäck.

Aufgrund einer groben Kostenschätzung wird gesamthaft mit Kosten von 5,22 Millionen Franken gerechnet. Diesen fallen gemäss Mitteilung zum überwiegenden Teil bei den Gemeinden und privaten Grundeigentümern an. Der Kanton hat lediglich vier Haltekanten mit 230 000 Franken zu finanzieren. Gemeinden und Grundeigentümer sind nun gefordert, entsprechende Projekte für hindernisfreie Bushaltestellen zu forcieren. (red)