Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Hochschulabsolventin aus Stansstad: Bei ihr fahren die Taschen sicher mit

Laura Buob aus Stansstad hat sich in ihrer Bachelorarbeit an der Hochschule Luzern mit dem Transport von Sachen auf dem Velo beschäftigt. Entwickelt hat sie ein eigenes Trägersystem. Nun hofft sie, Produktionspartner zu finden.
Martin Uebelhart
Laura Buob hat den Prototyp von «Pack & Roll» an ihrem Citybike montiert. (Bild: Raisa Durandi)

Laura Buob hat den Prototyp von «Pack & Roll» an ihrem Citybike montiert. (Bild: Raisa Durandi)

Das Problem kennt Laura Buob aus eigener Erfahrung: Wohin mit Taschen oder Flaschenpack, wenn man mit dem Velo unterwegs ist und noch schnell einkaufen geht? «Man hat immer zu wenig Platz oder muss umständlich Velotaschen mitnehmen.» Als Bachelor-Arbeit im Studium in der Fachrichtung Objektdesign an der Hochschule Luzern – Design & Kunst hat sie sich des Problems angenommen. Das Resultat nennt sich «Pack & Roll» und wird anstelle des Gepäckträgers am Velo festgeschraubt. Ein Prototyp ziert das Citybike der Stansstaderin. Zur Funktionsweise sagt die 25-Jährige: «Wenn man Einkaufstaschen oder ein Sixpack grosse Flaschen mitnehmen will, kann man auf beiden Seiten eine Plattform herunterklappen, stellt die Ladung darauf und fixiert sie mit Lederriemen, die von einer Zugfeder gespannt werden.»

Sie sei sehr mit dem Velo verbunden, brauche es oft zum Einkaufen, erzählt sie im Gespräch mit unserer Zeitung: «Ich komme aus einer Velofamilie.»

Inputs für ihr Transportsystem habe sie unter anderem in Indonesien erhalten: «Ich war mit einer Kollegin auf Reisen und habe beobachtet, wie die Leute mit einfachen Hilfsmitteln Gegenstände transportiert haben. Zwar mehr auf Rollern, doch es geht auch um Transporte auf Zweirädern.»

Ersatz für den normalen Gepäckträger

«Im Februar musste ich ein Konzept für meine Arbeit einreichen, in dem ich meine Idee beschreibe», sagt Laura Buob. Bei der Umsetzung habe sie vieles ausprobiert und verschiedene Muster entwickelt, beschreibt sie ihre Herangehensweise. Schon bald habe sie sich dazu entschieden, den herkömmlichen Gepäckträger zu ersetzen. «Es gibt zahlreiche unterschiedliche Gepäckträger. Das wäre sehr aufwendig geworden, die Konstruktion für alle Möglichkeiten anzupassen.» Für ihre Bachelorarbeit hat sie viel Zeit in Werkstätten der Schule verbracht. «Vor allem in der Metallwerkstatt», hält sie fest. «Ich habe Rohre geschnitten und zurechtgebogen, die einzelnen Teile zusammengelötet oder geschweisst.» Auch die weiteren Metallteile hat sie in Handarbeit hergestellt, die Lederstücke mit einem Lasergerät ausgeschnitten und zusammengenietet.

Mit dem «Pack & Roll»-Gepäckträger lassen sich auch Getränke-Sixpack und Bierkisten transportieren. (PD-Bild)

Mit dem «Pack & Roll»-Gepäckträger lassen sich auch Getränke-Sixpack und Bierkisten transportieren. (PD-Bild)

Zum praktischen Teil musste Laura Buob eine theoretische Arbeit abliefern. «Darin habe ich den Transport auf dem Velo allgemein untersucht», sagt sie. Zwei Prototypen existieren von ihrem «Pack & Roll»-Gepäckträger. Sie haben sich auf ausgiebigen Testfahrten bewährt. «Ich möchte den Träger gerne produzieren lassen, doch bis jetzt hatte ich nicht die Zeit, mich damit zu beschäftigen.» Nun wolle sie sich auf die Suche nach Partnern und Sponsoren machen. «An der Schule erhalten wir nächstens Informationen zum Marketing.» Zudem wolle sie sich für verschiedene Designförderpreise bewerben.

Laura Bob kann sich vorstellen, auch einmal noch die Masterausbildung zu absolvieren. «Aber jetzt mache ich erst einmal Pause von der Schule», meint sie. Sie sei auf Jobsuche. Ihren erlernten Beruf als Dekorationsgestalterin möchte sie gerne mit dem im Studium erworbenen Wissen kombinieren und auf Freelancebasis tätig sein.

Erste Reaktionen fallen positiv aus

«Das Gestalten von Messen oder Ausstellungen würde mich interessieren», sagt die Nidwaldnerin. «Als Freelancerin könnte ich einzelne Projekte begleiten und daneben mein eigenes Ding durchziehen.» Denn an der Werkschau der Hochschule habe sie zahlreiche positive Reaktionen auf «Pack & Roll» erhalten. «Jetzt reizt es mich herauszufinden, wie ich das in der wirklichen Welt umsetzen könnte und nicht nur im Schulumfeld», betont sie.

Neben Laura Buob haben auch Lisa Riva aus Buochs und Tamara Tramonti aus Emmetten das Diplom an der Hochschule Luzern – Design & Kunst erhalten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.