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Hochwasserprojekt braucht viel Land im Engelbergertal

Mit dem Hochwasserschutzprojekt am Buoholzbach geht’s voran. Erste Gespräche mit Grundstückeigentümern sind positiv verlaufen. Bis zur Fertigstellung dürfte es allerdings noch mindestens sechs Jahre dauern.
Matthias Piazza
Die Grafik veranschaulicht, wie bei einem Hochwasser eine Überflutung des Stanser Talbodens bis nach Stansstad droht. In der blauen Zone ist Bauen nur mit Auflagen möglich, in den roten Flächen gilt ein Bauverbot. Für Liegenschaften im gelben Gebiet werden Objektschutzmassnahmen empfohlen. (Bild: PD)

Die Grafik veranschaulicht, wie bei einem Hochwasser eine Überflutung des Stanser Talbodens bis nach Stansstad droht. In der blauen Zone ist Bauen nur mit Auflagen möglich, in den roten Flächen gilt ein Bauverbot. Für Liegenschaften im gelben Gebiet werden Objektschutzmassnahmen empfohlen. (Bild: PD)

Wenn der Buoholzbach im Grenzgebiet von Wolfenschiessen und Oberdorf bei starken Niederschlägen grosse Geschiebemengen bis in die Engelbergeraa transportiert, könnte der Fluss aus seinem Bett gedrängt und der Stanser Talboden bis nach Stansstad überschwemmt werden. In einigen betroffenen Gebieten gilt ein Bauverbot oder Bauen ist nur mit Auflagen möglich. «Erst mit der Realisierung des Hochwasserschutzes wird sich die Situation entschärfen», lässt sich Baudirektor Josef Niederberger in der am Donnerstag versandten Medienmitteilung zitieren. Seit dem Unwetter im Jahre 2005, als das ganze Einmündungsgebiet, wo der Buoholzbach in die Engelbergeraa fliesst, von einer Schlamm- und Gerölllawine verschüttet wurde, sucht man eine Lösung. Die lässt aber auf sich warten.

Nun ist man einen entscheidenden Schritt weiter. «Seit Herbst des vergangenen Jahres sind mit den Hauptbetroffenen sowie Eigentümern von Realersatz konstruktive Gespräche geführt worden», hält Josef Niederberger fest. Erste Verträge hätten dank des Rahmenkredits bereits ausgehandelt und abgeschlossen werden können. Am 28. Februar des vergangenen Jahres hat der Landrat einen Kredit von 4,5 Millionen Franken zum vorsorglichen Erwerb von Realersatz vorgelegt. Dieser ist nötig, weil das Schutzziel nur mit Hilfe eines grossen Geschiebesammlers auf dem Schwemmkegel zu erreichen ist und nur mittels Realersatzflächen eine einvernehmliche Lösung mit den Liegenschaftsbesitzern gefunden werden kann.

Obwohl grosse Teile der Industriezone Hofwald erhalten werden können, wird auch bei dieser Lösung viel Land für die notwendigen Hochwasserschutzbauten benötigt, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Arbeiten sollen 2022 starten

In einem nächsten Schritt wird ein Vorprojekt für das Hochwasserschutzprojekt ausgearbeitet werden. Ende Jahr wird der Regierungsrat beim Landrat einen ersten Verpflichtungskredit für die weiteren Arbeiten einholen. Voraussichtlich im Herbst 2022 wird dem Landrat ein zweiter Verpflichtungskredit vorgelegt, um die Wasserbaumassnahmen zu planen und zu realisieren.

Die Bauarbeiten für die Schutzbauten sollen im Winter 2022/23 gestartet werden. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit, bestenfalls ab Sommer 2025, soll dann die Gefahr von Überflutungen durch den Buoholzbach im Stanser Talboden auf ein Minimum reduziert sein.

Für das Buoholzbach-Projekt wurde ein regierungsrätlicher Ausschuss mit Baudirektor Josef Niederberger (Vorsitz), Landesstatthalter und Finanzdirektor Alfred Bossard, Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser und Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen gebildet.

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