Hoffnung auf Skibetrieb auf Wirzweli bleibt erhalten

Das Coronavirus beeinflusst die Sponsorensuche und könnte die Übernahme und den Weiterbetrieb des Skilifts Eggwald verzögern.

Philipp Unterschütz
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Der Skilift Eggwald, dahinter die Siedlung Wirzweli.

Der Skilift Eggwald, dahinter die Siedlung Wirzweli.

Bild: PD

Weil der Skilift Eggwald aus finanziellen Gründen für die Besitzerin, die Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli AG (LDW), nicht mehr tragbar ist, soll er spätestens 2021 geschlossen werden. 2019 hat sich eine Arbeitsgruppe «Weiterbetrieb Skilift Eggwald» formiert und nach einer Lösung für den Weiterbetrieb des Skilifts gesucht: Eine gemeinnützige Genossenschaft sollte den Lift von der LDW zu einem symbolischen Preis übernehmen und künftig mit ehrenamtlichem Personal betreiben. Vorgesehen war, die Genossenschaft Ende März zu gründen.

Doch das Coronavirus machte den Initianten einen dicken Strich durch die Rechnung. Aufgrund der aktuellen Massnahmen des Bundes mussten sie sich Mitte März entschliessen, die Gründung zu verschieben und in angepasster Form durchzuführen. Die Arbeitsgruppe rund um den Chamer Adolf Durrer, der seit 1973 ein Ferienhaus auf Wirzweli besitzt, lässt sich aber nicht entmutigen. «Im Moment sind noch nicht alle Abklärungen betreffend die Gründung abgeschlossen. Wir hoffen aber, dass wir die Genossenschaft im April doch noch gründen können», sagt Adolf Durrer auf Anfrage.

Anfang April wollten die Initianten als ersten Schritt der Genossenschaft in den Gemeinden Stans, Oberdorf und Dallenwil Flyer verschicken, um nach Sponsoren und weiteren Mitgliedern zu suchen. «Das haben wir ebenfalls gestoppt. Wir denken, dass jetzt nicht der richtige Moment dafür ist und eine Sponsorensuche in dieser schwierigen Zeit auch nicht gut angekommen wäre», erklärt Adolf Durrer.

Ist ein Start schon im nächsten Winter möglich?

Freunde des Skilifts Eggwald dürfen dennoch optimistisch sein. Ende Februar verschickte die Arbeitsgruppe bereits ein Schreiben in der Gemeinde Dallenwil. Allein darauf meldeten sich 50 Personen als Genossenschafter an. «Das ist wirklich ein tolles Ergebnis – ein positives Zeichen», freut sich Adolf Durrer.

Erst nach der Gründung der Genossenschaft wird das weitere Vorgehen beraten und beschlossen, wann die Mitgliederwerbung und die Sponsorensuche wieder aufgenommen werden können. «Wenn es die Umstände zulassen, möchten wir Ende Juni eine erste Generalversammlung abhalten», sagt Adolf Durrer. «Dann werden wir uns auch die Frage stellen, ob wir wie beabsichtigt schon im Winter 20/21 starten können, oder ob wir als Folge von Covid-19 noch ein Jahr zuwarten müssen.»